
Eine außergewöhnliche Ehrung für seine 75-jährige Mitgliedschaft konnte der BDF NRW am 9.3.2026 durch die Bezirksgruppe Wittgenstein Herrn Eberhard Kuhmichel aus Bad Laasphe überreichen.
Herr Kuhmichel ist seit dem 1. Oktober 1948 Mitglied im BDF und somit zum Zeitpunkt der Urkundenüberreichung im 78-sten Mitgliedschaftsjahr.
Recherchen der NRW Geschäftsstelle ergaben, dass Herr Kuhmichel zur Zeit das BDF-Mitglied mit der längsten Mitgliedszeit in ganz NRW ist! Er gehört auch zu den Männern der ersten Stunde im BDF
nach dessen Gründung Mitte 1948.
Diverse Umstände führten dazu, daß der Bezirksgruppenvorsitzende Steffen Schmidt, zusammen mit seinem Stellvertreter Sebastian Wagner, Herrn Kuhmichel die Ehrenurkunde für seine 75-jährige
Mitgliedschaft erst jetzt persönlich überreichen konnten. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Ulrich Vetter bedanken, der durch sein Engagement dazu beigetragen hat, daß die Ehrung in
einer kleinen Feierstunde bei Herrn Kuhmichel zu Hause stattfinden konnte. Die BDF Delegation wurde im Hause Kuhmichel sehr freundlich empfangen. Bei leckerem Kuchen und Kaffee konnte Herr
Kuhmichel den Kollegen einen umfangreichen und sehr interessanten Abriß seines umfassenden Lebenslaufes schildern: Von der Zeit als junger Soldat im 2. Weltkrieg, über die amerikanische
Gefangenschaft, über den Werdegang im Großprivatwald vom Forstsekretär bis hin zum persönlichen Wunsch als Förster mit eigenem Revier, schilderte Herr Kuhmichel den Gästen alles sehr detailreich.
Die Unterhaltung war sehr kurzweilig und die Zeit verging wie im Fluge.
Herr Kuhmichel bedankte sich sehr für den Besuch und die Ehrung: „…schön das Ihr da ward...“ waren seine Worte im 99-sten Lebensjahr. Ein Austritt aus dem BDF sei für ihn nie in Frage gekommen: „…das ist eine Sache auf Lebenszeit!“, nehmen wir als dankbare Gäste tief beeindruckt mit auf den Weg nach Hause.
Vielen Dank Herr Kuhmichel und wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute!
Steffen Schmidt

Nachruf auf Johannes Röhl
10.04.2022
Wir verlieren einen charismatischen Forstmann und geschätzten Kollegen:
Am frühen Morgen des 10. April verstarb für uns alle völlig unerwartet Johannes Röhl im Alter von nur 63 Jahren. Noch immer sind wir alle fassungslos und tief betroffen. Als gebürtiger Schleswiger, aufgewachsen in Lübeck, begann Johannes Röhl seine forstliche Laufbahn nach dem Studium in Göttingen und München in Schleswig-Holstein als Referendar im Forstamt Schleswig. Nach erfolgreich abgelegter Staatsprüfung wechselte er nach einem kurzen Intermezzo im Bundeslandwirtschaftsministerium zur Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, wo er zunächst als „Forstprojektleiter“ für den Landesteil Schleswig zuständig war. 1996 übernahm er die Leitung des forstlichen Bildungszentrums „Lehranstalt für Forstwirtschaft“ in Bad Segeberg, an der er bis Ende 2000 arbeitete und in dieser Zeit unter anderem die Neuordnung des Berufes „Forstwirt“ mitgestaltete.
Johannes Röhl hat sich auch im BDF engagiert. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Jörg Hanekopf hat er von 1997 bis 2001 über vier Jahre hinweg den Landesverband Schleswig-Holstein geführt.
2000 entschied er sich dafür, noch einmal etwas ganz anderes zu tun. Mit seinem Wechsel nach Nordrhein-Westfalen hat er sich ein völlig neues forstliches Umfeld geschaffen. Ab 2001 war er bis zu seinem Tod Forstdirektor der Wittgenstein-Berleburg’schen Rentkammer, eines ca. 13.000 ha großen Privatforstbetriebs in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2014 wurde er vom Verwaltungsrat des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik zum Stellvertreter des Vorstands gewählt. Außerdem engagierte er sich über lange Jahre ehrenamtlich in mehreren forstpolitischen Gremien und Verbänden. Johannes Röhl hat einige neue, spannende und zukunftsweisende Ideen mit entwickelt und begleitet. Die Auswilderung der Wisente, die Öffnung des Waldes für Besucher des Rothaarsteiges, der kooperative Einsatz der Ranger des Landesbetriebes Wald und Holz und erste Kontakte zu KollegInnen aus der Ukraine ab Mitte der 2000er-Jahre sind nur wenige Beispiele seiner vielen Aktivitäten.
Seinen Mitarbeitenden war Johannes Röhl ein guter Vorgesetzter, Kollege und Freund. Wir haben ihn als charismatischen und humorvollen Menschen erlebt. Er hat mit seinem diplomatischen Geschick dem Verband und vielen anderen so manche Türen geöffnet. Sein Tod hinterlässt sowohl menschlich als auch forstfachlich eine riesige Lücke. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie. Der BDF und seine KollegInnen werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Hans Jacobs, BDF Schleswig-Holstein
Fred Josef Hansen, Vorsitzender BDF NRW
Ulrich Dohle, Vorsitzender BDF Bund