Ein Klick auf das Foto bringt Sie zur Sonderseite des dbb zur EKR 2021 mit Hintergrund, Forderungen, Terminen, Flugblättern © dbb
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Einkommensrunde 2021

Am 26. Mai 2021 ist der dbb offiziell in die Einkommensrunde 2021 mit den Ländern gestartet. Über die seit Mai zur Forderungsfindung und Forderungsdiskussion stattfindenden Branchentagen berichtet der dbb in seiner Flugblattreihe. Alle Informationen zur Einkommensrunde sind auf der Sonderseite des dbb zur Einkommensrunde 2021 abrufbar.



Landesdelegiertentag Nordrhein-Westfalen

NRW für den Wald und seine Beschäftigten
NRW für den Wald und seine Beschäftigten © Nikodem

Oktober 2021

Der BDF NRW befindet sich in prominenter Gesellschaft: So wie die Europameisterschaft 2020 und die Olympischen Spiele in Tokio musste er auf das Jahr 2021 verschoben werden. Zwischenzeitlich bestand die vage Hoffnung, dass wir uns wieder persönlich treffen könnten. Anders als der Fußball verzichtete der Landesvorstand letztendlich auf einen potenziellen Superspreader-Event und bot den nichtöffentlichen Teil des Landesdelegiertentages als Zoom-Konferenz an. Schließlich gab es nach nunmehr fünf Jahren viel zu berichten und einiges an Organisation und Formalien abzuarbeiten. Dabei mussten, konnten und durften die Delegierten Abschied nehmen von manch einem gewohnten Ritual...


Auch im Ruhestand aktiv: Ralf Neuheuser © Neuheuser
Auch im Ruhestand aktiv: Ralf Neuheuser © Neuheuser

Ralf Neuheuser:

Der neue Seniorenvertreter stellt sich vor

 

September 2021

Der Vorsitzende des BDF NRW, Herr Fred Hansen, hatte in einem Gespräch gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, die Seniorenvertretung im BDF NRW zu übernehmen. Diesem Wunsch komme ich gerne nach und möchte mich hiermit mit einer kurzen Übersicht zu meinem beruflichen Werdegang vorstellen...

 

Lesen Sie bitte hier auf der Seite der Senioren-Vertretung des BDF NRW den vollständigen Bericht.


Neue Referendarinnen und Referendare

Die neuen ForstreferendarInnen mit der Ausbildungsleitung von Wald und Holz NRW © Wald und Holz NRW
Die neuen ForstreferendarInnen mit der Ausbildungsleitung von Wald und Holz NRW © Wald und Holz NRW

September 2021

Anfang Juni 2021 wurden in Münster sechs neue ForstreferendarInnen des Prüfungsjahrgangs 2023 für den Vorbereitungsdienst in der Laufbahn des höheren Forstdienstes eingestellt. Sie beginnen ihre Ausbildung mit einer zweitägigen Einweisung in die Organisation und die Aufgaben von Wald und Holz NRW inklusive Vorstellung der wesentlichen Verwaltungsabläufe in der Zentrale in Münster. Anschließend folgt ein zweiwöchiger Forsteinrichtungslehrgang in Haus Düsse in Soest-Ostinghausen, an den sich drei Forsteinrichtungsprojektarbeiten im Ausbildungsabschnitt I. (Forstplanung) bis Ende Oktober 2021 anschließen. Der Ausbildungsabschnitt II. (Regionalforstamt) beginnt im November 2021, unterbrochen von einer zweimonatigen Reisezeit im Juli und August 2022, und endet mit dem Forstlichen Staatsexamen im Mai 2023. Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW bildet damit zurzeit 14 ForstreferendarInnen in den beiden Prüfungsjahrgängen 2022 (8) und 2023 (6) sowie 18 ForstinspektoranwärterInnen des Prüfungsjahrgangs 2021 aus.

Wald und Holz NRW/ Mark Mevissen


Der BDF NRW wählt neuen / alten Vorstand

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

24. August 2021

Beim ersten gut besuchten Online-Landesdelegiertentag ist der Vorstand des Bundes Deutscher Forstleute NRW ohne Gegenstimmen im Amt bestätigt worden. Der Landesvorsitzende Fred Josef Hansen bedankte sich im Namen des Vorstandes für die Anerkennung der bisherigen Leistungen und für das Vertrauen, den BDF NRW in den nächsten vier Jahren führen zu dürfen.

 

Gewählt wurden Fred Josef Hansen als Landesvorsitzender sowie Norbert Bösken, Gerhard Tenkhoff und Claus Gröger als gleichberechtigte stellvertretende Landesvorsitzende und Richard Nikodem als Schatzmeister.

LV


Um jeden Preis? Gedanken zu Spuren im Wald

Fotos © Ute Messerschmidt

Juli/August 2021

Angesichts eines kühlen und erfreulich nassen Frühjahrs bestehen gewisse Hoffnungen, dass sich die Forstschutzsituation im Sommer 2021 entschleunigt und Waldbesitzende, Kolleginnen und Kolleginnen, Forstunternehmen und vielleicht auch der Markt etwas durchatmen können. Natürlich geht schlimmer immer, wobei sich das niemand wünscht. Momentan besteht aber nach langer Zeit die Gelegenheit, kurz innezuhalten und nach links und rechts zu blicken statt ausschließlich nach vorne und hinten. Was der fachkundige Mensch wahrnimmt, ist eine riesige Leistung, die bereits jetzt in der Bewältigung einer Jahrhundertkatastrophe von allen oben Genannten absolviert wurde und das unter außerordentlich hektischen und schwierigen Rahmenbedingungen. Zahlen, Daten und Fakten sind festgehalten und vorläufig bilanziert, Hektar erhoben, Festmeter fakturiert.

 

Der aus welchen Gründen auch immer interessierte, nicht immer fachkundige Mensch sieht andere Spuren einer Katastrophe und zieht daraus seine eigenen Schlüsse. Waldbesuchenden bieten sich in den Wäldern NRWs an vielen Stellen Bilder von Zerstörung und großflächigen Kahlflächen. Der weite Blick ins Land tritt tatsächlich in den Hintergrund, die versehrte Landschaft im Vordergrund wird wahrgenommen. Totholz bezeichnet nicht länger (nur) einen Begriff, der für Artenvielfalt und Lebensraumgrundlage steht, sondern das, was es vom Begriff her bedeutet: totes Holz, trocken, ausgebleicht, alt wie verblichene Knochen. Unternehmen aus ganz Europa unterstützen die Arbeiten vor Ort und arbeiten zu den Bedingungen, die für ihre Heimatländer gelten. Es gibt keinen Sonntag und auch keinen Feiertag, der nicht genutzt wird. Und das Wetter spielt auch keine Rolle mehr. Holzernte bleibt nicht spurenlos. Und dass der wertvolle Rohstoff an den Waldweg muss, ist in Fachkreisen unbestritten. Für Wandernde, Touristen und andere, aus welchen Gründen auch immer Interessierte sind dies Horrorbilder. Der Rohstoff Holz war seit Beginn der Großkalamität relativ schnell gnadenlos unterbewertet und erfreut sich nun wachsender Beliebtheit und steigender Preise auch im Inland.

 

Wo gehobelt wird, da fallen Späne – das wissen Menschen, die in der Praxis arbeiten, die Krisensituationen erlebt haben und die wissen, wie sich Druck von Vorgesetzten, Waldbesitz und Politik anfühlt. Anders als nach dem Sturm Kyrill (die Bezeichnung Jahrhundertkalamität ist ganz offensichtlich relativ) interessieren sich heute wesentlich mehr Menschen für Wald und wie damit umgegangen wird. Medien und vor allem soziale Netzwerke gebären Pfründe, aus denen der fachkundige Mensch kaum schöpfen kann. Umso vorsichtiger und achtsamer müssen wir arbeiten – mit unseren Mitarbeitenden und mit den Maschinen.

UM


Forstliche Staatsexamen in NRW

Die neuen Kolleginnen und Kollegen nach erfolgreich abgelegtem Staatsexamen © WuH/Mevissen
Die neuen Kolleginnen und Kollegen nach erfolgreich abgelegtem Staatsexamen © WuH/Mevissen

Juli/August 2021

Im Mai 2021 fanden die beiden Waldprüfungen und die mündlichen Prüfungen des forstlichen Staatsexamens für insgesamt 21 Forstreferendar-/innen des Prüfungsjahrgangs 2021 der Bundesländer Niedersachsen (10), Sachsen-Anhalt (4) und Nordrhein-Westfalen (7) in NRW statt. Die schriftlichen Prüfungen wurden bereits im März dieses Jahres absolviert. Die erfolgreiche Prüfungskooperation der drei Länder ging mit diesem gemeinsamen forstlichen Staatsexamen in die 12. Runde.

 

Dem ersten Teil der Waldprüfungen mussten sich die Referendar-/innen im Forstbetriebsbezirk Horstmar des Regionalforstamtes Münsterland stellen. Der Prüfungsparcours der zweiten Waldprüfung lag am 19.05.2021 im Kurkölnischen Sauerland im Forstbetriebsbezirk Beckerhof. Auch bei kühlen Temperaturen von 6 Grad Celsius und heftigen Schauern im Ebbegebirge ließen sich Prüfer-/innen und Prüflinge nicht unterkriegen und zogen die zweite Waldprüfung hochmotiviert und mit guten Ergebnissen durch. Im Anschluss fanden die mündlichen Prüfungen in sechs Prüfungsgebieten am 20. und 21. Mai im Forstlichen Bildungszentrum (FBZ) in Arnsberg-Neheim statt.

 

Alle 21 Prüflinge konnten das Forstreferendariat erfolgreich abschließen. Das Gesamtergebnis mit viermal Note gut, 15mal Note befriedigend und zweimal Note ausreichend lag bei einer bemerkenswerten Durchschnittsnote von 9,69 Punkten (befriedigend). Im Anschluss an die mündlichen Prüfungen erhielten die Forstassessor-/innen ihre Prüfungszeugnisse vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Dr. Heinz-Werner Streletzki konform zu den Konditionen der Corona-Schutzverordnung und den Hygieneregeln des Forstlichen Bildungszentrums im Außenbereich des FBZ ausgehändigt.

 

Sechs Forstassessor-/innen aus NRW haben dieses forstlichen Staatsexamen mit der Note gut bzw. befriedigend absolviert und nutzten das Angebot, einen zeitlich auf 24 Monate befristeten Anschluss-Beschäftigungsvertrag bei Wald und Holz NRW zu unterzeichnen. Im kommenden Jahr werden die Waldprüfungen und mündlichen Prüfungen des forstlichen Staatsexamens im Mai 2022 in Niedersachsen stattfinden. Dem zukünftigen Personalbedarf in beiden forstlichen Laufbahnen bedarfsorientiert folgend, reduziert Wald und Holz NRW die jährlichen Ausbildungsstellen ab Einstellungsjahr 2021 für Forstreferendar-/innen von bisher acht auf sechs und erhöht die Ausbildungsstellen für Forstinspektoranwärter-/innen von bisher 18 auf 20.

 

Den Forstassessor-/innen des Prüfungsjahrgangs 2021 gratulieren wir ganz herzlich zum bestandenen Staatsexamen und wünschen einen guten Start in den Beruf!

WuH NRW / Mark Mevissen


© Fred Josef Hansen
© Fred Josef Hansen

Was wir vom Kyrill-Pfad lernen können

Sukzession einer Fichtenfläche im Forstamt Oberes Sauerland

 

Juni 2021

Im Januar 2007 zerstörte der Orkan Kyrill zahlreiche Waldflächen. Umgestürzte Bäume, aufgerichtete Wurzelteller, geborstene und zersplitterte Stämme prägten in großen Teilen Süd-Westfalen. Die meisten Sturmflächen sind wieder aufgeforstet. Leider viel zu oft mit Fichte.

 

Orkanergebnisse beobachten

In Schanze-Schmallenberg wurde aber bewusst auf einer landeseigenen Fläche von ca. 3,5 ha der Wald so erhalten, wie ihn der Orkan Kyrill hinterlassen hat. Die Idee war, mit dem Kyrill-Pfad eine repräsentative Referenzfläche einzurichten und ein einmaliges Anschauungs- und Erlebnisprojekt zu schaffen. Von den Rangern Süd-Westfalen des Landesbetriebes Wald und Holz wurde eine Rangerstation gebaut, die zum Verweilen einlädt und als Ausgangspunkt für Führungen dienen kann.

 

Dem Pfad entlang

Der barrierearme Pfad mit ca. 250 Metern für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kleinkindern sowie der eigentliche Kyrill-Pfad mit einer Länge von einem Kilometer mit entsprechenden Bauwerken über umgestürzte Bäume, geborstene Stämme und Baumwurzeln bilden das Kernstück dieser Waldinszenierung. Auf dieser landeseigenen Fläche blieb der umgestürzte Wald so erhalten, wie ihn Kyrill hinterlassen hat. Alle waren gespannt, wie sich die Waldfläche innerhalb des Kyrillpfades entwickeln würde. Insbesondere deshalb, weil durch den Verhau der Stämme das Wild, in diesem Fall Wisente, Rot- und Rehwild, aus der Fläche herausgehalten wurde. Der Kyrill-Pfad selbst, mit bis zu 100.000 Besuchern im Jahr, wurde als edukative Freizeiteinrichtung ein voller Erfolg. Er wird bis heute als Erinnerung an den Orkan, als gelungene Erlebnisstation und als Objekt für eine wildfreie Waldentwicklung von unterschiedlichen Gruppen besucht.

 

Die Waldentwicklung

Hinsichtlich einer vielfältigen, artenreichen Zusammensetzung des neuen Waldes innerhalb der Fläche haben sich die Hoffnungen nicht erfüllt. Das Entwicklungspotenzial einer natürlichen Waldentwicklung auf 700 Höhenmetern scheint angesichts eines vorher dort stockenden 120 jährigen Fichtenbestandes deutlich begrenzt zu sein. Stellte sich zu Beginn noch eine reichhaltige Schlagflora auf der Fläche ein, ist die Fläche heute zu über 90 Prozent mit Fichtennaturverjüngung bewachsen. In Teilbereichen finden wir die Birke, Bergahorn und Vogelbeeren. Die ursprüngliche Annahme, dass sich aus benachbarten Beständen die Buche dort verjüngen würde, haben sich nicht bestätigt. Einzelne vor Kyrill gepflanzte Buchen scheinen aber in der Fichtenverjüngung gut zurechtzukommen.

 

Als Fazit bleibt für eine Wiederbewaldung festzustellen: Wer einen artenreichen Wald will, wird nicht umhinkommen, die für den Klimawandelresistenz notwendigen und erwünschten Baumarten unter Zuhilfenahme der Fichtennaturverjüngung zu pflanzen. Eine unbeeinflusste Entwicklung der Flächen wird zu reinen Fichtenwäldern führen.

FJH

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