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Waldpakt NRW 2020
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V. Gelsenkirchener Verkehrssicherheitstag am 20.09.2022

27.06.2022

Ab sofort ist die Infoseite zum V. Gelsenkirchener Verkehrssicherheitstag freigeschaltet.


Fokus "Forstleute" - welche Übergriffe erlebt ihr?

© dbb nrw
© dbb nrw

Juni 2022

Beschimpft, geschlagen und mit Fäkalien beworfen - was Beschäftigte im Öffentlichen Dienst über sich ergehen lassen müssen, nur weil sie ihren Job machen, ist schockierend. Die Hemmschwelle, übergriffig zu werden, sinkt immer mehr.

 

Seit geraumer Zeit steigt die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Öffentlichen Dienstes. Oftmals sind es vor allem Berichte aus den Bereichen der Justiz, Polizei, den Ordnungs- und Sozialämtern, der Feuerwehr sowie im Pflege- und Rettungsdienst, die kurzzeitig in den Blick der Öffentlichkeit gelangen. Bisher gar nicht beachtet ist dabei bislang der gesamte Bereich der Forstverwaltung. Das liegt sicher nicht daran, dass hier keine Übergriffe stattfinden!

 

Wir möchten das gerne bekannter machen und darstellen, was Forstleute bei ihrer täglichen Arbeit erleben und welchen Formen von Übergriffen sie ausgesetzt sind. Konkret also:

  • Was erleben Forstleute durch Übergriffe im Wald?
  • Was erleben die Mitarbeitenden in den Verwaltungen?
  • Aus welchen Gründen kommt es zu welchen Übergriffen?
  • Was müsste passieren, um die Situation zu verbessern?

Genau dort möchte die Kampagne „Gefahrenzone Öffentlicher Dienst“ (www.angegriffen.info) der Deutsche Beamtenbund-Jugend (dbb jugend nrw) ansetzen und bietet Innen- wie Außendienstlern der Forstverwaltung die Plattform, über ihre Situation zu berichten und so den Fokus auf diesen Bereich zu legen.

 

Dafür aber brauchen wir DICH! Wir suchen Betroffene, die über ihre Situation berichten.

Helft mit, auch die Situation im Forstdienst nach außen transparent zu machen.

Helft mit beim Update des immer noch verklärten Bildes des Forstberufes.

Traut Euch!

 

Wenn Ihr als Interviewpartner zur Verfügung steht, meldet Euch in der BDF NRW Geschäftsstelle kontakt@bdf-nrw.de. Wir geben euch erste Infos über den möglichen Ablauf und die Form und stellen dann den Kontakt zur dbb jugend NRW her.

BDF NRW / dbb jugend nrw


Drei Jahre in Pension - ein Rückblick

Rückblick auf ein langes berufliches Leben mit Wald und Bäumen © U. Messerschmidt
Rückblick auf ein langes berufliches Leben mit Wald und Bäumen © U. Messerschmidt

Juni 2022

Im Mai 2019 konnte ich nach fast 45 Jahren - nach einem mit viel Freude und erfüllten Berufsleben an verschieden Stationen bei der Landesforstverwaltung NRW - in die Pension wechseln. In Anbetracht der Dürre-Jahre, der Borkenkäfer - Kalamität und des Umbruchs bei den forstlichen Grundlagen in der Beratung eine Fügung des Schicksals.

 

Ich darf bei dieser Gelegenheit den aktiven Mitarbeitern*innen beim LB Wald und Holz NRW danken für ihre unermüdliche und stressbelastete Arbeit im Wald und für die Gesellschaft. Für den Generationenwechsel und die zukünftigen Aufgaben wie zum Beispiel die Wiederbewaldung der Kahlflächen wünsche ich entsprechende Anerkennung und ausreichende finanzielle wie personelle Ausstattung.

 

Bevor man in den 3. Lebensabschnitt wechselt, waren natürlich rechtzeitig Weichen zu stellen, wie das weitere Leben gestaltet werden könnte. Eine eigene Wohnung war vorhanden, die finanziellen Grundlagen waren rechtzeitig gelegt, die Kinder sind erfolgreich selbstständig. Losgelöst von täglicher Berufsarbeit konnte man sich Träumen hingeben wie Urlaub außerhalb der Ferienzeiten, spontane Besuch von interessanten Veranstaltungen und bei Freunden sowie dem Nachgehen von Hobbys im Bereich des Gartens, sportlichen Aktivitäten, im Naturschutz und jagdlichen Aktivitäten.

 

Aber dann kam 'Corona'. Geplante Urlaube mussten storniert oder verschoben werden. Das öffentliche Leben wurde eingeschränkt, z. B. keine persönliche Treffen beim BDF, der ANW etc.. Verunsicherungen im eigenen Verhalten zu anderen Menschen waren an der Tagesordnung - Impfstoff war noch nicht vorhanden. Selbst gegenüber nahestehenden Verwandten und Freunden stellen sich Fragen, wie man sich zu verhalten hatte. Gott sei Dank sind wir bis zum jetzigen Zeitpunkt gesund geblieben und dieser Schrecken hat nachgelassen. Man hat gelernt, damit umzugehen.

 

Wie haben meine Frau und ich diese Zeit genutzt? Wir leben nun glücklicherweise in einer Gegend, wo Wald und Wasser die vorherrschenden Elemente sind. Also war Wandern angesagt im Bereich des Arnsberger Waldes zwischen Brilon und Arnsberg oder Möhnesee und Meschede:

  • Es wurden Waldbestände besucht, in denen man gewirkt hatte - soweit sie noch vorhanden waren.
  • Wir konnten zusehen, wie der Nadelwald (Fichte) durch Trockenheit und Käfer „starb“;
  • Kahlflächen sich ausbreiteten, Holzberge wuchsen und die entstandenen Fernsicht einschränkten
  • Spätfröste im April /Mai die Kulturen auf Freiflächen schädigten;
  • Großmaschinen sich durch den Wald wühlten mit entsprechenden Spuren, manchmal Verwüstungen in Bachbereichen hinterließen, allerdings auch die geschädigten Fichten effektiv aufarbeiteten;
  • Wie große Restholzmengen auf den Kahlflächen verbleiben - vielleicht gut als langfristiger Humus für nachfolgende Waldgeneration? Aus heutiger Sicht bei den stetig steigenden Energiekosten ein Vorrat an Brennholz in der nächsten Zeit?
  • Waldbesitzer trotzdem wieder Fichten pflanzten oder auch auf ehemaligen Fichtenreinbeständen Mischholzkulturen anlegten (allerdings gegattert!);
  • große Rudel von Sikawild Naturverjüngung verhindern, die allerdings auch Einstände verloren haben. Jetzt ist es dringend Zeit, diesen Überbestand zu reduzieren, bevor sich wieder unübersehbare Einstände bilden;
  • vermehrt Singvögel (z.B. Neuntöter) der freien Landschaft und wärmeliebende Insekten (Ameisenlaufkäfer) auf Kahlflächen zu beobachten sind, Waldvögel wie z. B. Kreuzschnäbel und Goldhähnchen verschwinden;
  • Wie Menschen in den Wald strömten, um den engen Wohnungen zu entfliehen, vielfach begleitet von Hunden, die mehr oder weniger 'erzogen' waren;

Weiterhin war Zeit zum Lesen und zur Information in verschiedenen Medien. Als Folge wurden und werden Leserbriefe und Kommentare zu verschieden Themenbereichen verfasst und veröffentlicht. Natürlich wurde auch über eine eigene Energiegewinnung und CO2-Vermeidung nachgedacht, mit der Folge, dass Strom aus Windenergie bezogen wird und schon mal eine kleine Solaranlage installiert wurde. Sammelstellen für Regenwasser sind aufgestellt. Ein schönes forstliches Highlight in dieser Zeit war die Teilnahme an einer WDR-Fernsehsendung im Jugendwaldheim Ringelstein im Forstamt Hochstift/ Paderborn. Thema: Vermittlung von Waldwissen früher und heute in einem Jugendwaldheim. Da haben sich doch viele Ansichten zum Wald inhaltlich verändert!

 

Wie geht es nun weiter? Die Pandemie ist bei verantwortungsvollem Verhalten beherrschbar und Freiheiten können verantwortungsvoll wieder genossen werden. Der Ukraine-Krieg und seine Auswirkungen sind einschneidend oder sogar ungewiss. Für eigene fast 70 Jahre in Frieden bin ich dankbar. Wir haben es rückblickend sehr gut gehabt. Ich wünsche der nachfolgenden Generation auch solchen Frieden und Wohlstand. Die Arbeit für und im Wald setzt auf eine solche Zukunft und damit ein Zeichen für Zuversicht.

Ralf Neuheuser


Eingruppierung im forstlichen Außendienst

Mai 2022

In den Jahren 1995 und danach stellte die Landesforstverwaltung in Nordrhein-Westfalen für einige Zeit nach Vorgabe des damals grünen Umweltministeriums unter Leitung von Ministerin Bärbel Höhn Revierförster aus ideologischen Gründen nur noch als Angestellte ein. Leider hatte man sich damals vorher keine Gedanken gemacht, was dies für die Betroffenen und die Verwaltung für Folgen haben würde. Aufgrund einer tariflichen Uraltregelung im damaligen Tarifvertrag (Fallgruppe im BAT) fanden dann Eingruppierungen statt, die bis heute zu einer massiven Ungleichbehandlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Revieren führten. Trotz identischer Ausbildung und Tätigkeit weisen Gehaltsabrechnungen und Rentenbescheide deutliche Unterschiede auf. Das kann den Tarifbeschäftigten im Laufe eines Arbeitslebens leicht ein halbes Einfamilienhaus und mehr kosten...

Lesen Sie hier auf unserer Internetseite den vollständigen Artikel.


Neues und Bewärtes

von links nach rechts:  Barbara Lauterbach, Ulrich Dohle, Peter Rummel, Christian Gesche, Sabine Kühling, Frank Glor, Ute, Richard und Frieda Nikodem, Udo Mauersberger, Ines v. Keller © BDF
von links nach rechts: Barbara Lauterbach, Ulrich Dohle, Peter Rummel, Christian Gesche, Sabine Kühling, Frank Glor, Ute, Richard und Frieda Nikodem, Udo Mauersberger, Ines v. Keller © BDF

Mai 2022

Anfang März trafen sich die GeschäftsführerInnen und SchatzmeisterInnen der Landesverbände und des Bundes in Königswinter zum Erfahrungsaustausch. Coronabedingt gab es einige Absagen, dennoch waren wir froh, uns einmal wiedersehen zu können. Es wurden u.a. die Themen digitaler/hybrider Gewerkschafttag, Minijob, Versicherungen für Gewerkschaften, Datenschutz und das Thema Mitgliederverwaltung besprochen.

Alle Themen nicht so wirklich sexy, aber für eine gute Verbandsarbeit unerlässlich. :-)

vk 


Hauptvorstandssitzung Nordrhein-Westfalen

Mai 2022

Die Hauptvorstandssitzung des Landesverbandes NRW im Februar befasste sich mit einer Vielzahl von Themenfeldern. Der Schatzmeister gab einen Überblick über die Kassenlage. Die beim letzten Landesdelegiertentag beschlossene Dynamisierung der Beiträge wird seit dem März dieses Jahres angewandt (wir berichteten). Da der Landesvorstand zurzeit mit seinem Privatvermögen haftet, soll eine modulhaft aufgebaute Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

 

Für das Amt der Schriftleitung wird zum 1.7.2022 eine Nachfolge gesucht. Die Bezirksgruppen sind aufgerufen, sich an der Ausgestaltung der Landesseiten im BDF aktuell zu beteiligen, um das Heft abwechslungsreich und lesenswert zu machen.

 

Dieter Jünemann als Vertreter im Bereich Naturschutz bei der Forschungsstelle Artenschutz berichtete über das Entstehen und die Inhalte des Fachberichtes Artenschutz. Dieser dient in Ergänzung zur Dienstanweisung „Artenschutz im Wald“ als Ratgeber für alle anderen Akteure, die nicht an die Vorschriften von Wald und Holz gebunden sind.

 

Die Gespräche des BDF NRW mit den politischen Parteien deckten ein breites Spektrum ab. Ein zentraler Punkt dieser Gespräche war der Umgang mit den Kahlflächen, der daraus resultierende Förderbedarf und der Personalausstattung. Diese Flächen umfassen ca. 150.000 Hektar in NRW. Zudem sollen ca.150.000 ha Reinbestände in artenreiche Mischbestände umgebaut werden. Ein Tenor war, sich gegen eine Forderung einer 30% Stilllegung des öffentlichen Waldes auszusprechen. Es wurde vereinbart, sich gegen die Stilllegung alter Buchenbestände auszusprechen. Stattdessen sollen aus einem Genpool die Bäume aus der Verjüngung herausgewonnen werden, die resistenter gegen den Klimawandel sind.

 

Ein weiteres Gesprächsthema war die Einführung einer CO2-Prämie statt der Erlöse aus dem Holzverkauf. Problematisch war zudem der Umgang mit Wild. Von den im letzten Jahr angelegten 800 ha ist ein Viertel durch Wildschäden gefährdet. Auch wurde mit den Fraktionen das Thema Windkraft im Wald besprochen. Eine Einrichtung einer Fachhochschule in Südwestfalen wurde von allen Fraktionen begrüßt.

 

Aus dem Landesbetrieb Wald und Holz gab es folgende Themen zu berichten:

  • Stellenbewertungen und Eingruppierungen
  • Stellenausschreibungen, Stellenplanung
  • Zeiterfassung
  • Dienstwagenregelung
  • Modernes Intranet
  • E-Gouvernement, E-Akte

UM 


Sie sind gefragt - ein Beitrag von Hubert Koch

Lebensstart dank Vergesslichkeit, mit einem Baumfreund in Gesellschaft © Hubert Koch
Lebensstart dank Vergesslichkeit, mit einem Baumfreund in Gesellschaft © Hubert Koch

April 2022

Weder Pflanze, Tier noch Mensch sind im Stande, ihren Start ins Leben selbst zu bestimmen. Bei Nutzpflanzen oder –tieren wird Saat oder Zeugung durch Experten aus Forst- und Landwirtschaft bestimmt, bei Menschen ist immer Liebe oder Gewalt, nie Vernunft im Spiel, und in der freien Natur entscheiden Umweltfaktoren, wer wann wo startet.

 

In unserem Beispiel verdankt die kleine Buche ihre Existenz der Vergesslichkeit oder Dummheit eines Eichelhähers, der schwerfruchtige Samen wie Eicheln oder Bucheckern im Herbst einzeln vergräbt. Dabei leiten ihn der Gedanke an den nahen Winter und die Sorge um die sehr ferne, mehrere hundert Eichelhähergenerationen umfassende Zukunft. Der Eichelhäher, die Eichelhäherin geht gezielt vor, beschädigte oder von Insekten befallene Früchte verschwinden sofort in Schnabel.

 

Nur gesunde, keimfähige Bucheckern oder Eicheln werden vergraben, immer einzeln, damit Konkurrenten bei der räuberischen Entdeckung sich nicht überfressen können. Erwähnenswert ist noch, wie er den Samen in die Erde bringt, so, als habe er es bei einem Förster abgeschaut, in Wirklichkeit ist es natürlich umgekehrt. Bei der natürlichen Waldentwicklung spielt der Häher eine große Rolle und der Begriff Hähersaat ist in der Fachsprache weit verbreitet. Für August Bier, den berühmten Arzt und Waldfreund, hatte der bunte Vogel eine größere Bedeutung als der eine oder andere Oberförster.

 

Auf diesem Standort, das muss man bei aller Försterkritik einräumen, hätte der Oberförster keine Ecker gesetzt. Also hat sie der Häher vergessen, und so lebt die kleine Buche unter dem Vermerk befristet und ein langes Leben mit großer Krone bleibt ein Traum. Die Fichte neben ihr, vom Wind dahin getrieben, leistet Gesellschaft.

Hubert Koch 


Beitragsanpassung

 

April 2022

Der BDF NRW hat auf seinem Landesdelegiertentag am 24.08.2021 mit Wirkung vom 1.4.2022 eine neue Beitragsordnung beschlossen. Ziel war es, dem Verband verlässlich ein Finanzvolumen zur Verfügung zu stellen, mit dem die derzeit erforderlichen Aufgaben weiterhin zu Ihrer Zufriedenheit erledigt werden können, ohne die Mitglieder über Gebühr zu belasten.

Wie Sie alle wissen, wird alles teurer und so steigen auch unsere Kosten jedes Jahr.

Damit aber unsere Beiträge nicht sprunghaft ansteigen müssen, wurde beschlossen, die Mitgliedsbeiträge an die Gehaltsentwicklung des Vorjahres der beiden größten Mitgliedergruppen des BDF zu koppeln. Zum Beitragseinzug für das zweite Quartal dieses Jahres steigen daher - je nach Beitragsgruppe - die monatlichen Mitgliedsbeiträge zwischen 2 und 29 Cent (1,37 %).

 

Noch eine Bitte: Melden Sie die Änderung Ihrer Mitgliedsdaten (Höhergruppierungen, Beförderungen, Änderung der Bankverbindungen oder den Umzug) zeitnah an die Landesgeschäftsstelle. Sie ersparen sich und uns unnötige Nachfragen und teure Rücklastschriften. Vielen Dank!

RN 


Neues aus der Landesbetriebskommission NRW

 

April 2022

In der Sitzung am 2. Februar 2022 wurde unser Landesvorsitzender Fred Josef Hansen als Vorsitzender der Landesbetriebskommission des Landesbetriebes Wald und Holz NRW bestätigt.

Als sein Stellvertreter wurde Norbert Bösken gewählt.

 

Fred Josef Hansen hierzu:

„Der Landesbetrieb Wald und Holz steht vor gewaltigen Aufgaben. Dabei ist er dem Gemeinwohl der Menschen in NRW in besonderem Maße verpflichtet. Der Wald, der das Klima und uns vor den zunehmend negativen Folgen der Klimaänderung schützen soll, stirbt an den Folgen des Klimawandels. Und dies obwohl er insbesondere durch die Bindung von CO2 als Biomasse und als Holz- sowie als Wasserspeicher und Kaltluftquelle Teil der Lösung sein sollte. Auch die Natur und viele Arten sind in Not geraten und müssen beschützt werden. Die zurzeit drängendste Aufgabe ist die Wiederbewaldung auf bald 150.000 Hektar und der Umbau der Fichtenmonokulturen zu klimaresilienten Wäldern. In diesem Sinne berät die Landesbetriebskommission mit hoher Fachkompetenz den Landesbetrieb Wald und Holz.“

LV NRW 


Flotte Schreibe gesucht!


März 2022

Nach 14 Jahren als Landesredakteurin stellt Ute Messerschmidt zum 1. Juli 2022 die Funktion zur Verfügung. Die Aufgabe ist ideal für Menschen, die Freude am Schreiben und am Austausch mit Kolleginnen und Kollegen in allen forstlichen Branchen haben. Sie umfasst neben dem Verfassen von eigenen Texten die Entgegennahme von Beiträgen aus der Mitgliedschaft, die Endabstimmung der monatlichen Beiträge für das BDFaktuell im Landesteil NRW und die Übermittlung an die Bundesredaktion.

Erfreuliche Begleitung besteht in der Bundesredaktion durch gelegentliche Fortbildungsmöglichkeiten und einen fachlich geprägten "Blick über den Tellerrand". In Zeiten großer beruflicher Veränderungen eröffnen sich einem Landesredakteur / einer Landesredaktuerin neue und interessante Perspektiven auf die forstliche Landschaft in NRW und bundesweit.

Als regelmäßiger Gast bei den Sitzungen des geschäftsführenden Vorstands sowie des Hauptvorstands ist die Landesredaktion jederzeit im Bild über die aktuelle forstpolitische Lage im Lande.

 

Für weitere Informationen steht Frau Ute Messerschmidt gerne zur Verfügung.


Was macht eigentlich... Bernhard Dierdorf? Auf Achse

 

März 2022

Es gab immer schon einige Zeitgenossen, die mich für verrückt gehalten haben. Und vielleicht haben sie ja auch Recht. Das Jahr 2021 hat mein Leben und das meiner Frau gründlich durcheinander geschüttelt. Mit dem Ergebnis, dass wir unseren Hausstand eingelagert und uns ein Wohnmobil – unsere mobile Seniorenresidenz - zulegt haben.

 

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder mal davon geträumt, die Welt zu bereisen und fremde Länder und Menschen kennenzulernen. Vielleicht auch einige Abenteuer zu erleben. Nun haben wir uns auf den Nordwesten Deutschlands beschränkt; dort aber Land und Menschen kennengelernt.

 

Am 12. August 2021 sind wir in unser mobiles Leben gestartet. Unsere Reise führte uns auf die Ostseeinsel Poel und entlang der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern bis nach Kühlungsborn. In Neukloster, nahe Wismar gelegen, besuchten wir das in 1219 gegründete romanische Kloster Sonnenkamp. Es liegt an der „Europäischen Route der Backsteingotik“, die durch reizvolle Landschaften und schmucke Altstädte führt. Sie dokumentiert auch den Reichtum und die Macht der Hanse vor etwa 800 Jahren.

 

Wir haben den Naturpark Lüneburger Heide erkundet und sind durch die Wacholderheide gewandert. Unsere Reise führte uns in Teilen über die „Deutsche Fachwerkstraße“ und durch das Alte Land. Den Teutoburger Wald mit den Externsteinen und das Eggegebirge, sowie den Harz haben wir ebenfalls bereist. Dabei haben wir nicht nur die sehenswerten Landschaften und Städte in uns aufgenommen. Wir haben bei unserer Reise die Folgen des Klimawandels in den Wäldern entlang unserer Reiseroute nicht übersehen. Das trostlose Waldbild im Harz hat uns besonders betroffen gemacht. Aber auch die Schadensflächen im Arnsberger Wald und im Bergischen, einhergehend mit den zahlreichen Nasslagern und Poltern dokumentieren forstpolitische Fehlentwicklungen.

 

Trotz eines sehr präsenten Peter Wohlleben, der, ob es uns Forstleuten gefällt oder nicht, den Wald gekonnt in die Mitte der Gesellschaft getragen hat, scheinen mir alle bisherigen forstpolitischen Erklärungen lediglich Sonntagsreden und Lippenbekenntnisse zu sein. Der Wald ist auch heute noch ein Stiefkind der Politik. Dass unser Berufsverband dennoch nicht resigniert und die Belange des Waldes hartnäckig gegenüber der Politik vertritt, lässt mich hoffen.

 

Im Übrigen bin ich auf das Buch des Forstkollegen Gerald Kramer gespannt, der rd. 6.000 Kilometer durch die deutschen Wälder gewandert ist und der auf die kritische Lage, in der sich unsere Wälder in großen Teilen befinden, aufmerksam macht.

 

Im Frühjahr werden meine Frau und ich uns wieder auf die Reise begeben. Der süddeutsche Raum und insbesondere der Bodensee mit der Insel Mainau stehen auf unserer Route ganz oben. Und auch in diesem Jahr werden wir den Wald im Fokus haben.

Bernhard Dierdorf 


Bezirksgruppe Märkisches Sauerland

Die Bezirksgruppe Märkisches Sauerland im intensiven Austausch © Nikodem
Die Bezirksgruppe Märkisches Sauerland im intensiven Austausch © Nikodem

Versammlung unter erschwerten Bedingungen

 

März 2022

Schon seit geraumer Zeit ist die Verbandsarbeit an der Basis nicht gerade motivierend, erschweren die ständig wechselnden Rahmenbedingungen der Pandemie das persönliche Miteinander und somit den Austausch doch erheblich.

 

Da in der Bezirksgruppe Märkisches Sauerland jedoch die Wahlen des Vorstands zu erledigen waren, wurde unter strengen Corona-Auflagen die Bezirksgruppenversammlung Ende November in der Blockhütte des Gastronomiebetriebs der Familie Spelsberg in Großendrehscheid abgehalten. Insofern war wie erwartet nur eine kleine Zahl an Mitgliedern erschienen, aber so war es möglich, die notwendigen personellen Pflöcke für die kommenden vier Jahre einzuschlagen und die Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. Frank Bossong als Vorsitzender, Klaus Kermes als Stellvertreter und Christof Schäfer in der Geschäftsführung wurden noch einmal in ihren Ämtern bestätigt, ließen aber aufgrund der langen Amtszeiten durchblicken, dass demnächst eine Rundumerneuerung des Vorstandes an der Zeit wäre.

 

Trotz einer stabilen Mitgliederzahl ist die Neuanwerbung junger Kolleginnen und Kollegen nicht einfach. Dabei ist gewerkschaftliche Arbeit ein ganz wichtiger Faktor, um die Belange der Bediensteten nach außen zu vertreten und auch zu verteidigen.

 

Außer dem Besuch des Schießkinos in Kamen waren aber auch im Jahr 2021 pandemiebedingt keine gemeinsamen Aktivitäten der Bezirksgruppe möglich. Auch die Ehrungen für Wilhelm Heveling und Siegfried Hesse für 25jährige Mitgliedschaft waren durch deren Abwesenheit leider nicht möglich und müssen in anderer Form stattfinden.

 

Trotz allem gab es viele Gesprächsthemen, die Richard Nikodem als Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes des Landesverbandes mit fachlichem Input unterfütterte. Begleitend gab es in Form von einem guten Stück Kuchen und Kaffee zumindest etwas Nervennahrung, um die Stimmung aufzuhellen und mit etwas Optimismus ins Jahr 2022 zu blicken.

Vorstand der Bezirksgruppe Märkisches Sauerland 


Andreas Lischka Nachruf Trauer
Foto: Andreas Lischka

Nachruf auf

Johannes Röhl


Wir trauern um

Viktor Mögenburg


Edgar Kremser

1941 - 2021