Einkommensrunde 2021

Am 26. Mai 2021 ist der dbb offiziell in die Einkommensrunde 2021 mit den Ländern gestartet. Über die seit Mai zur Forderungsfindung und Forderungsdiskussion stattfindenden Branchentagen berichtet der dbb in seiner Flugblattreihe.



Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

An alle Mitglieder des BDF NRW

Juli 2021

 

Der geschäftsführende Vorstandes des BDF NRW lädt seine Mitglieder herzlich ein zum

BDF NRW Landesdelegiertentag am Dienstag, den 24.08.2021 ab 9:00 Uhr.

Dieser nicht öffentliche Landesdelegiertentag findet in diesem Jahr ausschließlich als Online-Veranstaltung statt. Auf einen öffentlichen Teil wird verzichtet.

 

Jedes BDF NRW Mitglied ist eingeladen, am Delegiertentag als Zuhörer teilzunehmen und erhält rechtzeitig sowohl die Zugangsdaten für die Einwahl per Computer, Smartphone oder Telefon, als auch einen Link zum Einsehen der gestellten Anträge.

Geschäftsstelle des BDF NRW


Um jeden Preis? Gedanken zu Spuren im Wald

Fotos © Ute Messerschmidt

Juli/August 2021

Angesichts eines kühlen und erfreulich nassen Frühjahrs bestehen gewisse Hoffnungen, dass sich die Forstschutzsituation im Sommer 2021 entschleunigt und Waldbesitzende, Kolleginnen und Kolleginnen, Forstunternehmen und vielleicht auch der Markt etwas durchatmen können. Natürlich geht schlimmer immer, wobei sich das niemand wünscht. Momentan besteht aber nach langer Zeit die Gelegenheit, kurz innezuhalten und nach links und rechts zu blicken statt ausschließlich nach vorne und hinten. Was der fachkundige Mensch wahrnimmt, ist eine riesige Leistung, die bereits jetzt in der Bewältigung einer Jahrhundertkatastrophe von allen oben Genannten absolviert wurde und das unter außerordentlich hektischen und schwierigen Rahmenbedingungen. Zahlen, Daten und Fakten sind festgehalten und vorläufig bilanziert, Hektar erhoben, Festmeter fakturiert.

 

Der aus welchen Gründen auch immer interessierte, nicht immer fachkundige Mensch sieht andere Spuren einer Katastrophe und zieht daraus seine eigenen Schlüsse. Waldbesuchenden bieten sich in den Wäldern NRWs an vielen Stellen Bilder von Zerstörung und großflächigen Kahlflächen. Der weite Blick ins Land tritt tatsächlich in den Hintergrund, die versehrte Landschaft im Vordergrund wird wahrgenommen. Totholz bezeichnet nicht länger (nur) einen Begriff, der für Artenvielfalt und Lebensraumgrundlage steht, sondern das, was es vom Begriff her bedeutet: totes Holz, trocken, ausgebleicht, alt wie verblichene Knochen. Unternehmen aus ganz Europa unterstützen die Arbeiten vor Ort und arbeiten zu den Bedingungen, die für ihre Heimatländer gelten. Es gibt keinen Sonntag und auch keinen Feiertag, der nicht genutzt wird. Und das Wetter spielt auch keine Rolle mehr. Holzernte bleibt nicht spurenlos. Und dass der wertvolle Rohstoff an den Waldweg muss, ist in Fachkreisen unbestritten. Für Wandernde, Touristen und andere, aus welchen Gründen auch immer Interessierte sind dies Horrorbilder. Der Rohstoff Holz war seit Beginn der Großkalamität relativ schnell gnadenlos unterbewertet und erfreut sich nun wachsender Beliebtheit und steigender Preise auch im Inland.

 

Wo gehobelt wird, da fallen Späne – das wissen Menschen, die in der Praxis arbeiten, die Krisensituationen erlebt haben und die wissen, wie sich Druck von Vorgesetzten, Waldbesitz und Politik anfühlt. Anders als nach dem Sturm Kyrill (die Bezeichnung Jahrhundertkalamität ist ganz offensichtlich relativ) interessieren sich heute wesentlich mehr Menschen für Wald und wie damit umgegangen wird. Medien und vor allem soziale Netzwerke gebären Pfründe, aus denen der fachkundige Mensch kaum schöpfen kann. Umso vorsichtiger und achtsamer müssen wir arbeiten – mit unseren Mitarbeitenden und mit den Maschinen.

UM


Forstliche Staatsexamen in NRW

Die neuen Kolleginnen und Kollegen nach erfolgreich abgelegtem Staatsexamen © WuH/Mevissen
Die neuen Kolleginnen und Kollegen nach erfolgreich abgelegtem Staatsexamen © WuH/Mevissen

Juli/August 2021

Im Mai 2021 fanden die beiden Waldprüfungen und die mündlichen Prüfungen des forstlichen Staatsexamens für insgesamt 21 Forstreferendar-/innen des Prüfungsjahrgangs 2021 der Bundesländer Niedersachsen (10), Sachsen-Anhalt (4) und Nordrhein-Westfalen (7) in NRW statt. Die schriftlichen Prüfungen wurden bereits im März dieses Jahres absolviert. Die erfolgreiche Prüfungskooperation der drei Länder ging mit diesem gemeinsamen forstlichen Staatsexamen in die 12. Runde.

 

Dem ersten Teil der Waldprüfungen mussten sich die Referendar-/innen im Forstbetriebsbezirk Horstmar des Regionalforstamtes Münsterland stellen. Der Prüfungsparcours der zweiten Waldprüfung lag am 19.05.2021 im Kurkölnischen Sauerland im Forstbetriebsbezirk Beckerhof. Auch bei kühlen Temperaturen von 6 Grad Celsius und heftigen Schauern im Ebbegebirge ließen sich Prüfer-/innen und Prüflinge nicht unterkriegen und zogen die zweite Waldprüfung hochmotiviert und mit guten Ergebnissen durch. Im Anschluss fanden die mündlichen Prüfungen in sechs Prüfungsgebieten am 20. und 21. Mai im Forstlichen Bildungszentrum (FBZ) in Arnsberg-Neheim statt.

 

Alle 21 Prüflinge konnten das Forstreferendariat erfolgreich abschließen. Das Gesamtergebnis mit viermal Note gut, 15mal Note befriedigend und zweimal Note ausreichend lag bei einer bemerkenswerten Durchschnittsnote von 9,69 Punkten (befriedigend). Im Anschluss an die mündlichen Prüfungen erhielten die Forstassessor-/innen ihre Prüfungszeugnisse vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Dr. Heinz-Werner Streletzki konform zu den Konditionen der Corona-Schutzverordnung und den Hygieneregeln des Forstlichen Bildungszentrums im Außenbereich des FBZ ausgehändigt.

 

Sechs Forstassessor-/innen aus NRW haben dieses forstlichen Staatsexamen mit der Note gut bzw. befriedigend absolviert und nutzten das Angebot, einen zeitlich auf 24 Monate befristeten Anschluss-Beschäftigungsvertrag bei Wald und Holz NRW zu unterzeichnen. Im kommenden Jahr werden die Waldprüfungen und mündlichen Prüfungen des forstlichen Staatsexamens im Mai 2022 in Niedersachsen stattfinden. Dem zukünftigen Personalbedarf in beiden forstlichen Laufbahnen bedarfsorientiert folgend, reduziert Wald und Holz NRW die jährlichen Ausbildungsstellen ab Einstellungsjahr 2021 für Forstreferendar-/innen von bisher acht auf sechs und erhöht die Ausbildungsstellen für Forstinspektoranwärter-/innen von bisher 18 auf 20.

 

Den Forstassessor-/innen des Prüfungsjahrgangs 2021 gratulieren wir ganz herzlich zum bestandenen Staatsexamen und wünschen einen guten Start in den Beruf!

WuH NRW / Mark Mevissen


© Fred Josef Hansen
© Fred Josef Hansen

Was wir vom Kyrill-Pfad lernen können

Sukzession einer Fichtenfläche im Forstamt Oberes Sauerland

 

Juni 2021

Im Januar 2007 zerstörte der Orkan Kyrill zahlreiche Waldflächen. Umgestürzte Bäume, aufgerichtete Wurzelteller, geborstene und zersplitterte Stämme prägten in großen Teilen Süd-Westfalen. Die meisten Sturmflächen sind wieder aufgeforstet. Leider viel zu oft mit Fichte.

 

Orkanergebnisse beobachten

In Schanze-Schmallenberg wurde aber bewusst auf einer landeseigenen Fläche von ca. 3,5 ha der Wald so erhalten, wie ihn der Orkan Kyrill hinterlassen hat. Die Idee war, mit dem Kyrill-Pfad eine repräsentative Referenzfläche einzurichten und ein einmaliges Anschauungs- und Erlebnisprojekt zu schaffen. Von den Rangern Süd-Westfalen des Landesbetriebes Wald und Holz wurde eine Rangerstation gebaut, die zum Verweilen einlädt und als Ausgangspunkt für Führungen dienen kann.

 

Dem Pfad entlang

Der barrierearme Pfad mit ca. 250 Metern für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kleinkindern sowie der eigentliche Kyrill-Pfad mit einer Länge von einem Kilometer mit entsprechenden Bauwerken über umgestürzte Bäume, geborstene Stämme und Baumwurzeln bilden das Kernstück dieser Waldinszenierung. Auf dieser landeseigenen Fläche blieb der umgestürzte Wald so erhalten, wie ihn Kyrill hinterlassen hat. Alle waren gespannt, wie sich die Waldfläche innerhalb des Kyrillpfades entwickeln würde. Insbesondere deshalb, weil durch den Verhau der Stämme das Wild, in diesem Fall Wisente, Rot- und Rehwild, aus der Fläche herausgehalten wurde. Der Kyrill-Pfad selbst, mit bis zu 100.000 Besuchern im Jahr, wurde als edukative Freizeiteinrichtung ein voller Erfolg. Er wird bis heute als Erinnerung an den Orkan, als gelungene Erlebnisstation und als Objekt für eine wildfreie Waldentwicklung von unterschiedlichen Gruppen besucht.

 

Die Waldentwicklung

Hinsichtlich einer vielfältigen, artenreichen Zusammensetzung des neuen Waldes innerhalb der Fläche haben sich die Hoffnungen nicht erfüllt. Das Entwicklungspotenzial einer natürlichen Waldentwicklung auf 700 Höhenmetern scheint angesichts eines vorher dort stockenden 120 jährigen Fichtenbestandes deutlich begrenzt zu sein. Stellte sich zu Beginn noch eine reichhaltige Schlagflora auf der Fläche ein, ist die Fläche heute zu über 90 Prozent mit Fichtennaturverjüngung bewachsen. In Teilbereichen finden wir die Birke, Bergahorn und Vogelbeeren. Die ursprüngliche Annahme, dass sich aus benachbarten Beständen die Buche dort verjüngen würde, haben sich nicht bestätigt. Einzelne vor Kyrill gepflanzte Buchen scheinen aber in der Fichtenverjüngung gut zurechtzukommen.

 

Als Fazit bleibt für eine Wiederbewaldung festzustellen: Wer einen artenreichen Wald will, wird nicht umhinkommen, die für den Klimawandelresistenz notwendigen und erwünschten Baumarten unter Zuhilfenahme der Fichtennaturverjüngung zu pflanzen. Eine unbeeinflusste Entwicklung der Flächen wird zu reinen Fichtenwäldern führen.

FJH


Die Rollende Waldschule - Herzensprojekt von Karin Leisten

Rollende Waldschule Wesel
Viel geballtes Fachwissen © Karin Leisten

Mai 2021

Waldpädagogik innerhalb und für die Forstverwaltung ist bestimmt super, es geht aber auch anders: Mein Name ist Karin Leisten. Ich bin eine Dipl.-Forstingenieurin und leidenschaftliche Waldpädagogin. Welche Wege man dabei gehen kann und wie sich der zunehmende Bedarf an nicht virtueller Naturerfahrung mit waldpädagogischen Angeboten ergänzen lässt, möchte ich gern berichten, um auch andere Engagierte zu ermutigen! Naturverbunden und geerdet aufgewachsen in einem kleinen niedersächsischen Dorf, hörte ich von Kindesbeinen an die Abenteuer meiner Vorfahren in einem Heideforsthaus, lernte biologische Zusammenhänge und hatte den Wunsch, Förster (das Wort Försterin existierte bis dato nicht) zu werden.

 

Mit viel Herzblut dabei

Gesagt, getan, vorher Eltern überzeugt, einjähriges unbezahltes Forstpraktikum samt Jagdscheinprüfung im Forstamt Osterholz-Scharmbeck, FH-Studium in Göttingen, Vorbereitungsdienst im niedersächsischen Forstamt Sprakensehl, danach zwei Jahre Naturwaldforschung am Waldbauinstitut der G.-A.-Universität Göttingen – und dann kam die Waldpädagogik!

 

Die Funktionsstelle als Jugendwaldheim-(JWH)-Leiterin im niedersächsischen Forstamt Oerrel (heute Waldpädagogikzentrum Ostheide) war der Beginn einer sich immer stärker entwickelnden Leidenschaft, Menschen jeden Alters und jeglicher Herkunft für den Wald zu begeistern, ihnen ein nachhaltiges persönliches Walderlebnis zu ermöglichen und gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Unterstützt wurden wir BDF-Mitglieder durch einen eigenen Arbeitszweig Waldpädagogik, der ein attraktives Magazin veröffentlichte, was mich zum BDF-Eintritt bewog.

 

Die niedersächsische Landesforstverwaltung war zu dieser Zeit (1989 bis 1997)...

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Herzensprojekt von Karin Leisten
Bild © Karin Leisten
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Moderate Beitragsanpassung zum 01.07.2021

April 2021

Durch Übertragung früher ehrenamtlicher Funktionen hat sich der Landesverband NRW in den letzten drei Jahren zunehmend professionalisiert (z.B. Rechtsschutz durch die Geschäftsstelle). Wenn dieses hohe Niveau aufrechterhalten werden soll, ist eine Beitragserhöhung unausweichlich. Hinzu kommen ständig steigende Beträge, die an die Dachorganisationen auf Landesebene (dbb) sowie im Bund abgeführt werden müssen. Aus diesem Grund beschloss der Hauptvorstand einstimmig eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, die sich je nach Einkommenslage des Mitglieds mit Monatsbeträgen zwischen 10 Cent und 1,90 Euro bemerkbar machen. Zudem soll auf dem Landesdelegiertentag im August über eine Dynamisierung der Beiträge beraten werden.

LV

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