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Plan für den Wald Nordrhein-Westfalen
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Waldpakt NRW 2020
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Zum Thema Klimanotstand haben wir weitere Veröffentlichungen

und Aktivitäten des BDF Landesverbands NRW zusammengestellt



Diese und weitere Informationen - auch zum Thema Überlastungsanzeige - finden Sie hier


Heim- und Telearbeit abgeschlossen

Mehr alss Homeoffice - ein forstlicher Arbeitsplatz © Ute Messerschnidt
Mehr alss Homeoffice - ein forstlicher Arbeitsplatz © Ute Messerschnidt

Januar 2021

Der Personalrat und die Verwaltung von Wald und Holz NRW haben Ende Oktober eine neue Dienstvereinbarung Heim- und Telearbeit geschlossen. Sie soll zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen ebenso wie zu erhöhten Umwelt- und Klimaschutzleistungen.

 

Neu ist, dass es der Einstieg in eine bedingungslose Telearbeit ist. Wichtig ist, dass der Job für Telearbeit geeignet ist und die technischen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind. Kommt es zu einem Engpass bei den technischen Voraussetzungen, wird nach sozialen Kriterien entschieden.

Bei der Telearbeit kann bis zu 60% der wöchentlichen Arbeitszeit von zu Hause aus gearbeitet werden – für die Heimarbeit (ohne PC – Anschluss) ist dies zu 40% möglich.

 

Dabei ist die in der DV-FLAZ vereinbarte Servicezeit einzuhalten.

 

Bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für die Informations- und Kommunikationstechnik. Der Beschäftigte stellt den Internetzugang.

 

Im letzten halben Jahr wurde wegen Corona auch vom Landesbetrieb vieles möglich gemacht, damit die Beschäftigten von zuhause aus arbeiten können. Dies wurde nun in eine zeitgemäße Dienstvereinbarung gegossen.

GT


 

Über den Tellerrand geschaut "Holzkohle aus Buschholz aus Namibia"

 

Januar 2021

Wie der „Hamburger Energietisch“ berichtet, wird ein sehr großer Teil der aus Namibia importierten Holzkohle in Europa beim Freizeitvergnügen Grillen verbrannt. Es handelt sich dabei um Holzkohle, die nicht aus Tropenholz hergestellt wird. Dennoch bezeichnen Umweltverbände die Verwendung dieser Holzkohle als extrem klimaschädlich. Das läge zum einen an der sehr ineffizienten Herstellung und zum anderen an den großen Mengen von Treibhausgasen, die bei der Produktion freigesetzt werden.

 

Daneben zeichnet sich ein weiterer Umweltskandal ab. So planen die Hamburger Umweltbehörde, die Wärme Hamburg GmbH und die GIZ, in Namibia hergestellte Holzhackschnitzel und Holzpellets zu importieren. Entsprechende Verhandlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bereits heute exportiert Namibia jährlich rd. 160.000 t Holzkohle in die Europäische Union. E ist eine Erhöhung der Exportmenge auf jährlich 200.000 t im Jahr 2020 geplant. Es sollte auch der Hamburger Umweltbehörde bekannt sein, dass die Holzkohle zu den schlimmsten Klimakillern zählt. Der Raubbau des Buschholzes führt zu einer dramatischen Entwaldung Namibias und zur Degradation von Böden, letztlich auch zu weiteren Klimaschäden. Dass die Befürchtungen hinsichtlich der Entwaldung Namibias nicht unbegründet sind, zeigt der Rückgang der Waldflächen in Namibia von 8.762.000 ha auf 6.919.000 ha zwischen 1990 und 2015; so die FAO-Waldstatistik. Bei dieser Entwicklung nimmt der illegale Holzeinschlag zur energetischen Nutzung eine erhebliche Rolle ein. Der starke Waldverlust schreitet weiter voran, obwohl die deutsche Entwicklungsbank KfW die Begründung von Gemeindewälder fördert. Von der deutschen Bundesregierung wird diese Entwicklung ignoriert.

 

Es ist, denke ich, müßig über die ökologische soziale Bewertung dieser Entwicklung zu diskutieren. Während wir uns Deutschland schrittweise von der heimischen Stein- und Braunkohle als Energieträger verabschieden, will Hamburg seine Energieversorgung zulasten der Wälder Namibias sichern. Die Folgen für das Klima haben ja die Afrikaner zu ertragen.

 

Während wir in Deutschland über den Wald als Option gegen den Klimawandel diskutieren und Waldvermehrung und Waldumbau fordern, verlieren wir die Wälder in Afrika, Asien oder in Südamerika und anderenorts schleichend aus den Augen. Doch Nachhaltigkeit muss weltweite Bedeutung erfahren.

 

Bernhard Dierdorf


Neue Kolleginnen und Kollegen in NRW © LBWuH / Mark Mevissen
Neue Kolleginnen und Kollegen in NRW © LBWuH / Mark Mevissen

 

Neue Kolleginnen und Kollegen

 

Dezember 2020

Nach den schriftlichen Prüfungen im Juli 2020 absolvierten 18 ForstinspektoranwärterInnen Ende September erfolgreich die diesjährige Laufbahnprüfung.

 

Die Waldprüfung fand bei sonnigem Spätsommerwetter im Forstbetriebsbezirk Wermelskirchen des Regionalforstamtes Bergisches Land statt. Nach einer Einführung in das Prüfungsgebiet durch Forstamtsleiter Kay Boenigk und Revierleiter Stefan Springer ging es für die Prüflinge auf einen abwechslungsreichen Rundparcours mit acht Prüfungsstationen. Dieser beinhaltete neben Waldbau und Standortskunde im Klimawandel die Prüfungsgebiete Naturschutz, Holzaushaltung, Wegebau und Wildbewirtschaftung mit Jagdstrategien. Außerdem mussten die Prüflinge ein Rollenspiel auf einer „Dirtbikestrecke“ im Wald in Form eines Informations- und Deeskalationsgespräches mit Waldbesuchern meistern. Im Anschluss an die Waldprüfung gab es für alle Teilnehmenden eine regional typische Bergische Kaffeetafel auf der Terrasse von Café Calcum vor Schloss Burg, bei der der Kaffee aus der „Dröppel-Minna“ in die Kaffeetassen floss.

 

Die mündlichen Prüfungen in fünf Prüfungsgebieten wurden im Hotel-Restaurant Altenberger Hof am Fuße des Altenberger Doms durchgeführt.

 

Direkt im Anschluss an die erfolgreichen Laufbahnprüfungen erhielten alle 18 erfolgreichen Prüflinge ihre Urkunden und Prüfungszeugnisse im Rahmen einer Feierstunde aus der Hand des Prüfungsausschussvorsitzenden Jürgen Messerschmidt. Der stellvertretende Leiter von Wald und Holz NRW Heinrich Barkmeyer, der als langjähriges Mitglied des Prüfungsausschusses auch als Fachprüfer bei den Prüfungen mitwirkte, gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zur bestandenen Laufbahnprüfung mit guten Prüfungsleistungen und wies in einer kurzen Ansprache auf die aktuell und zukünftig sehr guten beruflichen Möglichkeiten für den forstlichen Nachwuchs hin. Sechs Prüflinge legten ihre Prüfung mit der Note gut, zwölf mit der Note befriedigend ab. Damit kann das Prüfungsergebnis dieser Laufbahnprüfung als überdurchschnittlich gut bezeichnet werden. Im Anschluss an die Urkundenverleihung unterzeichneten 17 Absolventen Arbeitsverträge für eine direkte Anschlussbeschäftigung bei Wald und Holz NRW ab dem 25.09.2020. Ein Absolvent wird im Anschluss an den Vorbereitungsdienst eine Stelle als Förster eines kommunalen Forstbetriebes im Rheinland antreten.

 

Wald und Holz NRW setzt die 17 gewonnenen Nachwuchskräfte schwerpunktmäßig in den Forstämtern in Forstbetriebsbezirken und zur Mithilfe bei der Aufarbeitung des Schadholzes durch Trocknis und Borkenkäferkalamität sowie bei den jetzt anstehenden Wiederaufforstungen für klimastabile Wälder ein. Damit bekommen die neuen Kolleginnen und Kollegen Gelegenheit, Praxiserfahrung im Forstbetriebsdienst zu sammeln.

 

In der Ausbildung des gehobenen und höheren Forstdienstes befinden sich seit  Oktober 2020 18 neue Forstinspektoranwärterinnen und -anwärter sowie 15 Forstreferendarinnen und –referendare der Prüfungsjahrgänge 2021 und 2022. Anlässlich der Einstellungsveranstaltung in Münster wies Ausbildungsleiter Mark Mevissen  auf die Belastungen der Ausbildenden in den Forstämtern und Forstbetriebsbezirken durch die aktuelle Borkenkäferkalamität und Waldschadenssituation hin und rief zur aktiven Mitarbeit und Mithilfe  im Rahmen der Ausbildung auf.

LBWuH/ Mark Mevissen

 


 

Hauptvorstandssitzung in Corona-Zeiten

 

Dezember 2020

In dem ohnehin schmalen Zeitfenster möglicher Präsenzveranstaltungen konnte die Hauptvorstandssitzung Anfang Oktober stattfinden – Verbandsarbeit lebt wie alles menschliche Zusammenleben vom persönlichen Zusammenkommen und dem direkten Austausch.

 

Schatzmeister Richard Nikodem konnte gleich zu Beginn gute Nachrichten verbreiten – die Kasse ist in einem guten Zustand. Allerdings fielen Veranstaltungen, die naturgemäß Geld kosten, pandemiebedingt aus, was für einen Berufsverband zwar günstig, aber nicht konstruktiv ist. Ausgabensteigerungen sind zu erwarten durch zunehmende Abführungen an den Bund sowie eine fachliche Unterstützung der Geschäftsstelle. Weitere Überlegungen dazu werden bis zum Delegiertentag 2021 mitgeteilt. Dieser ist für den 20.4.2021 angedacht, wobei er wohl nicht im üblichen Format stattfinden können wird.

 

Die ausgefallenen Wahlen zum Hauptpersonalrat und die Personalratswahlen in den anderen Geschäftsfeldern des Ministeriums finden am 11. März 2021 statt. Für den HPR wird es eine gemeinsame Liste mit der BTB und der VDLA geben. Für die Liste Beamte treten Nils Holger Schäfer und Olaf Ikenmeyer an, für die Tarifbeschäftigten Gerhard Tenkhoff, Claudia Wahle und Richard Nikodem. Für die Wahl zur Jugend- und Auszubildendenvertretung wird derzeit Ausschau gehalten nach entsprechenden Kandidatinnen und Kandidaten, die bei der Hauptvorstandssitzung im Frühjahr 2021 als Listen bestätigt werden.

 

Der Gelsenkirchener Verkehrsicherheitstag soll im Jahr 2021 wieder stattfinden; als Termin ist der 22.9.2021 angedacht. Er soll wieder als gemeinsame Veranstaltung mit Wald und Holz NRW durchgeführt werden.

 

An weiteren Themen wurden diskutiert:

 

·         Volksbegehren Artenvielfalt

·         Arnsberg als Standort einer forstlichen (Fach)Hochschule

·         Geplante Satzung BDF-Jugend NRW

·         Försterkalender/ Dreimonatskalender

·         Gespräch mit der Leitung von Wald und Holz

LV/ UM

 


Live und in Farbe - Vorstandssitzung in Lüdenscheid

Effektiv und pandemisch unbedenklich - Vorstandssitzung in Lüdenscheid © Nikodem
Effektiv und pandemisch unbedenklich - Vorstandssitzung in Lüdenscheid © Nikodem

Oktober 2020

Unter selbstverständlicher Beachtung aller Hygienevorschriften fand Mitte August die reguläre Sitzung des geschäftsführenden Vorstands in Lüdenscheid statt.

 

Zunächst wurde der Termin mit Ministerin Heinen-Esser und Forstchef Kaiser thematisiert. Über die Inhalte haben die Mitglieder des Landesverbandes NRW sich bereits über soziale Netzwerke informieren können. Die derzeitige Lage für die Forstverwaltung inmitten einer Katastrophe biblischen Ausmaßes ist geprägt von dem Umstand, dass sich viel zu wenige Menschen um viel zu viel Arbeit kümmern müssen. Ohne Impulse für anständig bezahlte Arbeitsplätze und gute berufliche Perspektiven wird eine Lösung dieses Gordischen Knotens schwierig.

 

Unabhängig davon werden die Vorstellungen  zur direkten Förderung weiter umgesetzt, auch wenn die ursprüngliche Grundlage – nämlich die Vermarktung von Fichtenstammholz – zukünftig weitestgehend wegbrechen wird. Korrekturpotenzial ist nicht absehbar.

 

Auch diese Themen waren Gegenstand der Vorbereitung für ein Gespräch mit der Leitung von Wald und Holz NRW. Zusätzlich standen Fragen zur Artenvielfalt, zu alternativen Modellen der Bewältigung von Kalamitäten (z. B. Pachtmodelle) oder der forstpolitisch zukunftsweisende Hochschulstandort Arnsberg als Teil der Fachhochschule Südwestfalen auf der Agenda. Trotz akribischer Vorbereitung in der Vorstandssitzung musste dieser Gesprächstermin leider ohne den Betriebsleiter stattfinden.

 

Sehr gut läuft das interne Informationssystem des Landesverbandes. Die Beitragsstruktur ist stabil, wobei laufend darauf geachtet werden muss, dass jeder bezahlt, wozu er verpflichtet ist. Die Stellungnahme des BDF NRW zum Wiederbewaldungskonzept konnte dank der Beiträge vieler Mitglieder auf eine breite Basis gestellt werden (siehe Info 13/2020). UM


Sturm, Dürre und Borkenkäfer im Hochsauerlandkreis

Moderartion: Ralf Neuheuser Foto © Ch. Knoche
Moderartion: Ralf Neuheuser Foto © Ch. Knoche

Oktober 2020

Unter diesem Titel hatte die Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest am 19.08.2020 politisch Verantwortliche im und für den HSK zu einem interfraktionellen Informations- und Diskussionsabend unter der eloquenten Moderation von Ralf Neuheuser eingeladen.

 

Alle Fraktionen waren der Einladung gefolgt und unterschiedlich stark vertreten. Aufgrund des Kommunalwahlkampfes waren viele Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten leider nicht dabei. Auch der amtierende Landrat hielt das Thema für weniger wichtig. Freuen durften wir uns aber über die Anwesenheit zumindest eines Herausforderers. Dass das Thema keines zum Glänzen ist, konnte man an der Vielzahl kurzfristiger Absagen von Landtags- und Bundestagsabgeordneten ablesen. Umso wichtiger, dass mit MdB Cronenberg (FDP) zumindest ein Vertreter der „großen“ Politik zugegen war.

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