Einkommensrunde 2020 für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen


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Plan für den Wald Nordrhein-Westfalen
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Waldpakt NRW 2020
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Zum Thema Klimanotstand haben wir weitere Veröffentlichungen

und Aktivitäten des BDF Landesverbands NRW zusammengestellt



Training im Stadtwald Foto © Hartung
Training im Stadtwald Foto © Hartung

Waldbesuch –

Erlebnisse in Coronazeiten

 

September 2020

Die Auswirkungen der Beschränkungen aufgrund der Coronapandemie führten in der Stadt Essen zu einem wahren Ansturm auf den Wald. War man es als Forstbediensteter im Stadtwald schon immer gewohnt, dass es etwas enger zugehen kann - gerade bei schönem Wetter -, so sorgte Corona jedoch für neue Entdeckungstouren von Erholungssuchenden.

 

Die städtischen Waldflächen liegen in der Stadt Essen ja nicht vor den Toren der Stadt, sondern als "Pantoffelgrün" inmitten des Stadtgebietes und grenzen Siedlungsbereiche voneinander ab. Die Erholungssuchenden nahmen die Corona-bedingten Sperrungen von Spielplätzen, Parkanlagen und Fitnessstudios zum Anlass, den Wald neu zu entdecken.

 

Das führte an einem sonnigen Dienstagnachmittag Mitte April während eines circa zwei Kilometer langen Rundweges im Schellenberger Wald zu Begegnungen mit etwa 60 Personen verschiedenen Alters. Mitten im Wald spielten beispielsweise Kinder im Kindergartenalter in einer matschigen Pfütze unter Betreuung einer sichtlich glücklich hereinschauenden Mutter. Eine Vielzahl an Joggern und Walkern übertraf sich gegenseitig im Tempo. Die mussten immer wieder Familien mit kleineren Kindern auf den schmalen Waldwegen ausweichen, die unverhofft die Seiten wechselten und den Joggern somit schnelle Reaktionen abforderten. Ein Gespräch von zwei Paaren auf einem Waldweg führte zu der sonderbaren Situation, dass sich Erholungsverkehr tatsächlich staute, da ein Überholen oder Passieren der Gesprächsrunde ohne 1,5 Meter Abstand für andere Beteiligte nicht möglich war. Nur das Ausweichen auf die den Hunden und dessen Hinterlassenschaften vorbehaltene Wegebankette löste die "Sperrung" kurzfristig auf.

 

Ein Highlight kam zum Ende meiner dienstlichen Routinekontrollrunde als sich zwei Bodybuilder an einem Brennholzstapel zu schaffen machten und die Meterrundholzstücke als Gewichte gebrauchten (Foto) - unter der Begleitung von AC/DC „Thunderstruck“, abgefeuert aus einer erstaunlich lauten Bluetoothbox - um ihre Muskeln inmitten der grünen Kulisse zu reizen.

 

Corona brachte den Bürgerinnen und Bürgern den Erholungsraum Wald zumindest kurzfristig noch näher als ohnehin schon und zeigte mir als Förster einmal mehr, dass der Wald nicht nur aus Holz besteht.

Tobias Hartung


September 2020

  • Sturm, Dürre und Borkenkäfer im Hochsauerlandkreis
  • Übungsschießen der Bezirksgruppe

Quer gedacht:

Kann die Pacht von Waldflächen ein Teil der Lösung für unsere Aufforstungsmisere sein?

 

Juli 2020

Was sind die Probleme der nächsten Jahre?

 

Wir stehen angesichts der kaum zu beseitigenden abgestorbenen Fichten und anderen Baumarten, der sich immer weiter einschränkenden Pflanzmöglichkeiten zu den bisher üblichen Jahreszeiten und der Finanznot von Teilen des Waldbesitzes vor dem Dilemma, kaum in der Lage zu sein, klimastabile Wälder zeitnah pflanzen zu können.

 

Wir benötigen daher neben einer möglichst flexiblen und einfachen Handhabung der Wiederaufforstungsförderung eventuell ein weiteres Verfahren, um Waldflächen wieder sinnvoll, d.h. klimastabil und zukunftssicher in Kultur zu bringen.

 

Eine solche Möglichkeit könnte darin bestehen, durch den Klimawandel geschädigte Flächen durch die Bundesländer für einen symbolischen Preis anzupachten, sie klimagerecht aufzuforsten, die Kultur zu sichern und nach einem Zeitraum von zum Beispiel 20 Jahren als junger Wald an die Besitzer zurückzugeben. Würden Mittel aus dem Coronapaket dazu verwandt, wäre dies ein sinnvoller Einsatz dieser Gelder.

 

Ohne in Details zu gehen, ist aus Sicht des BDF NRW dieser Gedanke zumindest überlegenswert.

 Fred Josef Hansen


Kommentar

Welche Rolle spielt die Forstverwaltung?

Wald im Stress durch Klima, Kalamitäten, Ansprüche und Zuständigkeiten - Foto: Ute Messerschmidt
Wald im Stress durch Klima, Kalamitäten, Ansprüche und Zuständigkeiten - Foto: Ute Messerschmidt

Seit Anfang März überlagert die Corona-Pandemie alle anderen Themen wie Klimawandel und Waldsterben. Unser Bundesvorsitzender Ulrich Dohle schreibt kürzlich in seinem Editorial: „Wenn wir auch aus dieser Krise lernen, dann können wir gestärkt daraus hervor gehen“. Ich wünsche mir, dass Ulrich Dohle recht behält.

 

Doch Zweifel sind erlaubt. Wenn selbst der temporäre TV-Star Peter Wohlleben aus den Gazetten und den Talkrunden verschwunden ist, wie denn sollten wir im eigenen Saft schmorenden Forstleute zurück in die Medien finden? Bereits bevor Corona die mediale Weltbühne betrat, verflüchtigte sich die politische Begeisterung für den Wald. Und schaue ich nach meinem Heimatland NRW, dann gewinne ich den Eindruck, dass sich der Landesbetrieb Wald und Holz nur noch mit sich selbst beschäftigt. Verloren gegangene Aufgaben und Geschäftsfelder wie Betreuung und Holzvermarktung werden nicht erkennbar durch neue Herausforderungen kompensiert. Die Führung verliert an Vertrauen in der Belegschaft, und die ewig Gestrigen pflegen längst überholte Privilegien.

 

Ich frage mich, ob zahlreiche Forstleute in alte, längst überwunden geglaubte Verhaltensmuster zurückgefallen sind. Viele Jahre empfanden sich insbesondere die Revierbeamten als Einzelkämpfer. Der Forstbetriebsbezirk war ihr uneingeschränktes Reich. Das Image des „Silberwaldförsters“ sorgte für ein positives Ansehen in der Bevölkerung, an dem die Natur- und Umweltverbände beharrlich und erfolgreich knabberten. Unser Berufsverband hat immer wieder gegen das nicht zeitgemäße Bild unseres Berufsstandes in der Gesellschaft angekämpft. Erfolgversprechende Wege in die Politik sind erschlossen und ausgebaut worden. Trotz ständiger Reformaktivitäten aus dem Ministerium und dem hinterhältig auf den Weg gebrachten Kartellverfahren schien sich der Landesbetrieb Wald und Holz NRW auf einem sicheren Weg in die forstliche Zukunft zu befinden.

 

Doch der Landesbetrieb verließ den erfolgversprechenden Weg. Mit dem Eurozeichen in den Augen wurde der Holzeinschlag im Staatswald erhöht. Die Chancen, die der Bereich Hoheit für die Einheitsverwaltung bot, sind sträflich vernachlässigt worden, denn die Hoheit verursachte Kosten. Hin und wieder sollte man sich an die ehemalige Umweltministerin Bärbel Höhn erinnern. Sie hatte trotz allen ministeriellen Reformeifers erkannt, dass sie mit dem Instrument „Hoheit“ forstpolitische Gestaltung in der Fläche behielt. Also lernen wir von Bärbel Höhn.

 

Wenn wir alle Ulrich Dohle in seiner Einschätzung folgen, dann müssen wir sofort damit beginnen, Gesellschaft und Politik davon zu überzeugen, dass wir Forstleute die wahren Anwälte des Waldes sind. Der Staatswald ist Bürgerwald und nicht Finanzmasse zur Konsolidierung des Staatshaushaltes. Wir müssen eine öffentliche Meinung herstellen, an der die Politik nicht vorbeikommt. Der Wald muss endlich in Koalitionsverträgen und Regierungserklärungen den Stellenwert bekommen, der ihm heute mehr denn je zusteht.

Bernhard Dierdorf 

BDF-Ehrenvorsitzender NRW 


Landesdelegiertentag verschoben auf 2021

 

Juni 2020

Da größere Veranstaltung derzeit nicht stattfinden können, verschiebt der Landesverband Nordrhein-Westfalen seinen für August anberaumten Landesdelgiertentag auf April 2021.

Die Mitglieder erhalten rechtzeitig vorher entsprechende Informationen


Kommentar

In Schönheit sterben - Chancen für einen Neubeginn

links: Aufarbeitung im Bergischen Land - Foto: Moritz Volkmann

rechts: Wasserreservoir im Sauerland ohne Wasser - Foto: Ute Messerschmidt

 

Juni 2020

Zweifelsohne spielt sich in unseren Wäldern seit über zwei Jahren eine Katastrophe biblischen Ausmaßes ab, die anfangs deutlich unterschätzt wurde und unabsehbare Folgen haben wird.

Diese Katastrophe hat ökonomische, ökologische, waldbauliche, landschaftliche, gesellschaftliche, forstpolitische Aspekte (Aufzählung unvollständig), die momentan von der Corona-Pandemie überlagert, uns alle jedoch noch lange beschäftigen werden.

Für Menschen, die beruflich mit Wald, Holz und den damit verbundenen Funktionen befasst sind, gerät die Ästhetik dessen, was wir derzeit im Wald vorfinden, aus begreiflichen Gründen in den Hintergrund.

 

Das Bergische Land ist einer der Hotspots des Fichtensterbens in NRW. Ganze Täler sind gesäumt von dürren Wäldern, ein unvorstellbarer Landschaftsschaden und wirtschaftlicher Verlust. Menschliche Unaufmerksamkeit, Zulauf während der Ausgangsbeschränkungen und die trockene Witterung führen zu gefährlichen Waldbränden.

 

Die südlichen Mittelgebirge als Wasserreservoirs für Rhein und Ruhr fallen seit zwei Jahren trocken, die Wassermanagements für die Versorger zunehmend schwerer. Wassersportler, Angler und Touristen erschrecken, aus dem Hahn zuhause kommt ein gesicherter Strahl sauberen Trinkwassers.

 

Für den Waldbesitz in NRW bedeutet das aktuelle Waldsterben eine riesige wirtschaftliche Katastrophe. Das Bereitstellen des Holzes für den Verkauf erfordert eine erhebliche Vorfinanzierung, denn der Auftragnehmer benötigt sein Geld, der Auftraggeber bekommt es aber erst später – wenn überhaupt, denn manche Sortimente sind auf unabsehbare Zeit am Markt unverkäuflich. Jeder Festmeter verkauftes Holz stellt einen Fortschritt dar, wobei der Ertrag kaum noch die Kosten deckt.

 

Was zwei Dürrejahre und ein weiterer milder Winter für unsere Laubhölzer bedeuten, hat sich im Jahr 2019 angedeutet; nähere Erkenntnisse bleiben abzuwarten. Die mancherorts gepriesene Devise „LH first“ ist wohl nicht mehr haltbar.

 

Es ist völlig unrealistisch, auf den bestehenden und zu erwartenden Kahlflächen der nächsten Jahre kurzfristig und vollflächig wieder aufzuforsten, wie es aus Klimaschutzgründen, aus ökologischen Erwägungen und denen der Versorgungssicherheit der Sägewerkerschaft heraus wünschenswert wäre. Da, wo es geht – das lehrt uns die Erfahrung aus dem Sturm „Kyrill“ 2007 -, können wir auf die Natur selbst zurückgreifen. Darüber hinaus bedarf es der Intervention und des Engagements der Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Ute Messerschmidt

links: Kronen dürrer Fichten - Foto: Moritz Volkmann

mitte: Auch Laubholz kämpft ums Überleben - Foto: Ute Messerschmidt (UM)

rechts: Perspektiven für die Zukunftauf dem Kyrillpfad in Schmallenberg-Schanze - Foto: UM


Personalratswahlen bei Wald und Holz NRW

 

Mai 2020

Die Personalratswahl 2020 stellte nicht nur den Berufsverband, sondern auch den Wahlvorstand vor neue Herausforderungen. Die Wahl musste unter den Corona-Auflagen stattfinden.

 

Für den Wahlvorstand bedeutete dies die Durchführung einer Briefwahl für alle Beschäftigten. Da unser Landesbetrieb eine Flächenverwaltung ist und wir gewohnt sind, mit großen Entfernungen umzugehen, war dies für uns kein Problem. Im Ministerium selber wurde die Wahl zum Hauptpersonalrat auf das nächste Jahr verschoben.

Für den Berufsverband war das schon eine enorme Herausforderung. Alle Versammlungen und Treffen wurden abgesagt. Werbung galt es nur über die Forstämter zu verteilen oder über das Internet.

 

Am 28. Mai 2020 wurden die Stimmen ausgezählt:

Es gab sechs Sitze im neuen Personalrat für den BDF. Gewählt wurden aus der Gruppe der Beamten Martin Rogge, Priska Dietsche und Dieter Kube und aus der Gruppe der Tarifbeschäftigten Gerhard Tenkhoff, Ulrike Müller und Marion Hart. An dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an alle Gewählten und ein recht herzliches Dankeschön an alle, die sich haben aufstellen lassen.

Gerhard Tenkhoff 


BDF-Info 04.2020 zur TV-L Eingruppierung der Ingenieure/innen

 

April 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen im BDF NRW,

 

im Tarifabschluss 2019 zum TV-L haben die Tarifvertragsparteien u.a. vereinbart, dass mit Wirkung zum 01.01.2020 die Tarifregelung für Beschäftigte in der Forstverwaltung (EGO TV-L Teil II Nr. 7) aufgehoben wird.

Dafür hat der BDF lange gekämpft.

Wer kann und sollte nun was machen?

 

Im BDF-Info 04.2020 haben wir am 06.04.2020 unsere Mitglieder über die Änderungen und Voraussetzungen informiert sowie Musteranträge zur Verfügung gestellt.

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Andreas Lischka Nachruf Trauer
Foto: Andreas Lischka

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