Einkommensrunde 2021

Mai 2021

Am 26. Mai 2021 ist der dbb offiziell in die Einkommensrunde 2021 mit den Ländern gestartet. Über die seit Mai zur Forderungsfindung und Forderungsdiskussion stattfindenden Branchentagen berichtet der dbb inseiner Flugblattreihe.

An dieser Stelle finden Sie die bereits erschienen Flugblätter zu Ihrer Information.

Durch Anklicken der Schaltflächen gelangen Sie zum jeweiligen Flugblatt.



© Fred Josef Hansen
© Fred Josef Hansen

Was wir vom Kyrill-Pfad lernen können

Sukzession einer Fichtenfläche im Forstamt Oberes Sauerland

 

Juni 2021

Im Januar 2007 zerstörte der Orkan Kyrill zahlreiche Waldflächen. Umgestürzte Bäume, aufgerichtete Wurzelteller, geborstene und zersplitterte Stämme prägten in großen Teilen Süd-Westfalen. Die meisten Sturmflächen sind wieder aufgeforstet. Leider viel zu oft mit Fichte.

 

Orkanergebnisse beobachten

In Schanze-Schmallenberg wurde aber bewusst auf einer landeseigenen Fläche von ca. 3,5 ha der Wald so erhalten, wie ihn der Orkan Kyrill hinterlassen hat. Die Idee war, mit dem Kyrill-Pfad eine repräsentative Referenzfläche einzurichten und ein einmaliges Anschauungs- und Erlebnisprojekt zu schaffen. Von den Rangern Süd-Westfalen des Landesbetriebes Wald und Holz wurde eine Rangerstation gebaut, die zum Verweilen einlädt und als Ausgangspunkt für Führungen dienen kann.

 

Dem Pfad entlang

Der barrierearme Pfad mit ca. 250 Metern für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kleinkindern sowie der eigentliche Kyrill-Pfad mit einer Länge von einem Kilometer mit entsprechenden Bauwerken über umgestürzte Bäume, geborstene Stämme und Baumwurzeln bilden das Kernstück dieser Waldinszenierung. Auf dieser landeseigenen Fläche blieb der umgestürzte Wald so erhalten, wie ihn Kyrill hinterlassen hat. Alle waren gespannt, wie sich die Waldfläche innerhalb des Kyrillpfades entwickeln würde. Insbesondere deshalb, weil durch den Verhau der Stämme das Wild, in diesem Fall Wisente, Rot- und Rehwild, aus der Fläche herausgehalten wurde. Der Kyrill-Pfad selbst, mit bis zu 100.000 Besuchern im Jahr, wurde als edukative Freizeiteinrichtung ein voller Erfolg. Er wird bis heute als Erinnerung an den Orkan, als gelungene Erlebnisstation und als Objekt für eine wildfreie Waldentwicklung von unterschiedlichen Gruppen besucht.

 

Die Waldentwicklung

Hinsichtlich einer vielfältigen, artenreichen Zusammensetzung des neuen Waldes innerhalb der Fläche haben sich die Hoffnungen nicht erfüllt. Das Entwicklungspotenzial einer natürlichen Waldentwicklung auf 700 Höhenmetern scheint angesichts eines vorher dort stockenden 120 jährigen Fichtenbestandes deutlich begrenzt zu sein. Stellte sich zu Beginn noch eine reichhaltige Schlagflora auf der Fläche ein, ist die Fläche heute zu über 90 Prozent mit Fichtennaturverjüngung bewachsen. In Teilbereichen finden wir die Birke, Bergahorn und Vogelbeeren. Die ursprüngliche Annahme, dass sich aus benachbarten Beständen die Buche dort verjüngen würde, haben sich nicht bestätigt. Einzelne vor Kyrill gepflanzte Buchen scheinen aber in der Fichtenverjüngung gut zurechtzukommen.

 

Als Fazit bleibt für eine Wiederbewaldung festzustellen: Wer einen artenreichen Wald will, wird nicht umhinkommen, die für den Klimawandelresistenz notwendigen und erwünschten Baumarten unter Zuhilfenahme der Fichtennaturverjüngung zu pflanzen. Eine unbeeinflusste Entwicklung der Flächen wird zu reinen Fichtenwäldern führen.

FJH


Die Rollende Waldschule - Herzensprojekt von Karin Leisten

Rollende Waldschule Wesel
Viel geballtes Fachwissen © Karin Leisten

Mai 2021

Waldpädagogik innerhalb und für die Forstverwaltung ist bestimmt super, es geht aber auch anders: Mein Name ist Karin Leisten. Ich bin eine Dipl.-Forstingenieurin und leidenschaftliche Waldpädagogin. Welche Wege man dabei gehen kann und wie sich der zunehmende Bedarf an nicht virtueller Naturerfahrung mit waldpädagogischen Angeboten ergänzen lässt, möchte ich gern berichten, um auch andere Engagierte zu ermutigen! Naturverbunden und geerdet aufgewachsen in einem kleinen niedersächsischen Dorf, hörte ich von Kindesbeinen an die Abenteuer meiner Vorfahren in einem Heideforsthaus, lernte biologische Zusammenhänge und hatte den Wunsch, Förster (das Wort Försterin existierte bis dato nicht) zu werden.

 

Mit viel Herzblut dabei

Gesagt, getan, vorher Eltern überzeugt, einjähriges unbezahltes Forstpraktikum samt Jagdscheinprüfung im Forstamt Osterholz-Scharmbeck, FH-Studium in Göttingen, Vorbereitungsdienst im niedersächsischen Forstamt Sprakensehl, danach zwei Jahre Naturwaldforschung am Waldbauinstitut der G.-A.-Universität Göttingen – und dann kam die Waldpädagogik!

 

Die Funktionsstelle als Jugendwaldheim-(JWH)-Leiterin im niedersächsischen Forstamt Oerrel (heute Waldpädagogikzentrum Ostheide) war der Beginn einer sich immer stärker entwickelnden Leidenschaft, Menschen jeden Alters und jeglicher Herkunft für den Wald zu begeistern, ihnen ein nachhaltiges persönliches Walderlebnis zu ermöglichen und gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Unterstützt wurden wir BDF-Mitglieder durch einen eigenen Arbeitszweig Waldpädagogik, der ein attraktives Magazin veröffentlichte, was mich zum BDF-Eintritt bewog.

 

Die niedersächsische Landesforstverwaltung war zu dieser Zeit (1989 bis 1997)...

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Herzensprojekt von Karin Leisten
Bild © Karin Leisten
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Moderate Beitragsanpassung zum 01.07.2021

April 2021

Durch Übertragung früher ehrenamtlicher Funktionen hat sich der Landesverband NRW in den letzten drei Jahren zunehmend professionalisiert (z.B. Rechtsschutz durch die Geschäftsstelle). Wenn dieses hohe Niveau aufrechterhalten werden soll, ist eine Beitragserhöhung unausweichlich. Hinzu kommen ständig steigende Beträge, die an die Dachorganisationen auf Landesebene (dbb) sowie im Bund abgeführt werden müssen. Aus diesem Grund beschloss der Hauptvorstand einstimmig eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, die sich je nach Einkommenslage des Mitglieds mit Monatsbeträgen zwischen 10 Cent und 1,90 Euro bemerkbar machen. Zudem soll auf dem Landesdelegiertentag im August über eine Dynamisierung der Beiträge beraten werden.

LV


Save the date - Landesdelegiertentag 2021

April 2021

Der Landesvorstand bittet die Mitglieder, den 24.08.2021 als Termin für den diesjährigen Landesdelegiertentag vorzumerken. Weitere Informationen zu Rahmen und Format folgen, sobald darüber mit Sicherheit befunden werden kann.

LV


Gelsenkirchener Verkehrssicherheitstag 2021 abgesagt

© Elchinator auf Pixabay
© Elchinator auf Pixabay

April 2021

Die aktuelle Pandemie lehrt uns Geduld zu haben.

Nun warten viele von uns ungeduldig auf die Impfungen und die Rückkehr zu einem zunehmend normalen Leben. Zur Zeit verzögert sich diese Zeitachse deutlich und ist bezüglich einer verlässlichen Planung mit fortbestehenden Unsicherheiten behaftet.

 

Rückmeldungen von Interessenten zeigen auf, dass mehrheitlich eine Präsenzveranstaltung gewünscht wird. Auch ich kann nicht verhehlen, dass die engagierten Vorträge und die offene Saalatmosphäre wesentliche Gewinnfaktoren der bisherigen Veranstaltungen waren.

 

Daher sage ich nach erfolgter Rücksprache mit Herrn Peter Bergen, Wald und Holz NRW und dem BDF NRW, den V. Gelsenkirchener Verkehrssicherheitstag am

22. September 2021 ab.

Roland Haering (Leiter der AK Verkehrssicherung NRW und Bund)

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