Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest


Hochsauerland-Soest auf der heißen Heide
Hochsauerland-Soest auf der heißen Heide © Olaf Ikenmeyer

Vom Wald auf die Heide - Eine interessante Exkursion mit spannenden Co-Referaten, tollen Ausblicken und leckeren Frikadellenbrötchen

 

November 2019

Den letzten heißen Sommertag des Jahres nutzte die Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest für eine gelungene Exkursion auf die sauerländischen Hochheiden.

 

Pünktlich um 10 Uhr fanden sich die Teilnehmer im äußersten Osten des Bezirks am Heimatmuseum Pastorenscheune in Medebach-Düdinghausen ein, wo sie herzlich von Geoparkführer Horst Frese begrüßt wurden. Derselbe ließ es sich auch nicht nehmen, eingangs einen „kurzen“ geschichtlichen Abriss über die wechselvolle Geschichte Düdinghausens und der anderen sieben Dörfer der Freigrafschaft zum Besten zu geben sowie einige aktuelle Projekte der umtriebigen Dorf- bzw. Dörfergemeinschaft vorzustellen.

 

Danach kamen auch die Referenten des Tages zu Wort. Bei einem gemütlichen Seminarkäffchen vermittelten die Herren Benedikt Wrede und Holger Krafft von der Biologischen Station Hochsauerlandkreis allerlei Wissenswertes über den spannenden Lebensraum Heide

 

Heiden sind von Natur aus im größten Teil des Bundesgebiets in unterschiedlichen Ausprägungen vertreten. Die Bergheiden mit ihren Charakterarten Besenheide, Heidel- und Preiselbeere haben dabei ihren nordrhein-westfälischen Verbreitungsschwerpunkt in Südwestfalen auf über 600 m NN. Zur Geschichte und Entwicklung der sauerländischen Hochheiden entwickelten sich spannende Co-Referate der anwesenden Pensionäre, von denen auch die Kollegen der Biostation noch einiges lernen konnten. Zum Beispiel wissen alle Seminarteilnehmer heute, dass es keine gute Idee ist, Bienenstöcke auf der Heide aufzustellen. Aus dem reichen Pensionärswissen war nämlich zu erfahren, dass kein Imker das zweimal probiert hatte, alldieweil die Bienenvölker nach der Heideblüte durch Spinnen doch arg dezimiert waren. Viele Imker haben für diese Erkenntnis allerdings zumindest einen Versuch gebraucht.

 

Nachfolgend widmete sich die Corona noch den Themen der Erhaltung und Rekultivierung von Heiden und lernte viel über die Schwierigkeiten der Wanderschäferei und anderer Pflegemaßnahmen wie Mahd, Schoppern (wobei nur ein wenig Oberboden abgetragen wird) und maschinellem Plaggen mittels eines Anbaugeräts für landwirtschaftliche Schlepper. Bei der Rekultivierung von Heiden sind in der Vergangenheit verschiedene Wege beschritten worden. So staunte man über die Idee, abgemähte Heide mittels eines handelsüblichen Miststreuers auf abgeschobenen Flächen auszubringen oder einer Plaggenverbringung nach dem Rollrasenprinzip. Als wirkungsvoll hat sich schließlich ein Verfahren aus dem Straßenbau herausgestellt, bei dem die Heide gemäht, gedroschen und dann mit einer Wasserspritze auf die zuvor geräumte Fläche ausgebracht wird (Ausspritzbegrünung).

 

Die Aussicht auf sich wieder vergrößernde Heideflächen im Sauerland zog eine kurze,aber intensive Diskussion um die Wiederansiedlung von Rauhfußhühnern nach sich und manch einer sah sich schon mit dem erlegten Birkhahn von der Pirsch nach Hause kommen. Vorerst wird daraus aber wohl nichts werden, da entsprechende Projekte (noch?) nicht angedacht sind.

 

Die anschließende Exkursion führte die Gruppe zunächst auf den Kahlen Pön. Bevor dieser östlichste Ausläufer des Rothaargebirges aber erwandert wurde, wurde am Versorgungsfahrzeug eine Stärkungspause mit kühlen Getränken und Frikadellenbrötchen vom örtlichen Schlachter gemacht. Dann ging es über die Heide hinauf auf den Gipfel auf 775 m NN, wo sich auch eine trigonometrische Messmarke befindet. Von dort führte der Weg weiter über Heide und durch angenehm schattige Wälder hinüber zur Kalied, einer in etwas niedrigeren Nebenkuppe des Kahlen Pön. Von diesem Aussichtspunkt hat man einen fantastischen Blick über die Medebacher Bucht bis hin zum Kahlen Asten oder dem Eisenberg bei Korbach, Deutschlands goldreichstem Berg. Anhand der großen Informationstafeln vom Sauerland-Höhenflug erläuterte Horst Frese das wunderschöne Panorama, während sich die Hunde in der nahen Schutzhütte abkühlen konnten. Im weiteren Verlauf der Tour konnten die Ergebnisse der Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen unter fachkundiger Erläuterung der Kollegen von der Biostation in Augenschein genommen werden. Hierbei spielt die Wanderschäferei eine entscheidende Rolle, auch wenn sie wirtschaftlich nicht zu betreiben und von daher als „investive Maßnahme“ anzusehen ist. Auch der erstaunlich hohe naturschutzfachliche Wert von Skipisten wurde im weiteren Verlauf am Beispiel des Skilifts Kahler Pön aufgezeigt. Am Ende der Wanderung wurde dann noch die Grenze des hessischen Verwaltungsgebiets zugunsten eines entspannten Ausklangs auf der Graf-Stolberg-Hütte überschritten.

Text und Fotos © Olaf Ikenmeyer


Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest "traf" sich zum Übungsschießen

zufriedene Schützen der Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest
Die zufriedenen Schützen der Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest © Olaf Ikenmeyer

Juli 2019

Am Freitag, den 5. Juli 2019 trafen sich Mitglieder der Bezirksgruppe HSK-SO zu einem gemeinsamen Übungsschießen in Altenbeken-Buke. Das Übungsschießen startete vormittags bei besten Witterungsverhältnissen am Jagdparcours des LJV NRW. Dort wurden auf den 15 verschiedenen Stationen des Schießgartens unter realitätsnahen Bedingungen die Fertigkeiten der Teilnehmer im Flintenschießen auf die Probe gestellt. Von der Tontaube, Minitaube über Rollhase, Karnickel bis hin zum „Leckerchen“, welches dem ein oder anderen von Schießlehrer Michael angeboten wurde, machten die Schützen viele wertvolle Erfahrungen und profitierten von den zahlreichen Tipps und Tricks des Standführers. Am Mittag wurde ein reichhaltiges Buffet im brasilianischen Restaurant „Rodizio“- ehemals „Eggeblick“ - eingenommen.

 

Anschließend wurde im Schießkino Buke der Schieß(-Leistungs-)nachweis nach alter Lesart mit der „Kugel“ absolviert. Hier kamen noch weitere Kolleginnen und Kollegen hinzu. Im Anschluss konnten noch zahlreiche „virtuelle Sauen“ und eine Deckenplatte gestreckt werden.

 

Fazit: Es hat sich gelohnt! Neben dem kollegialen Austausch über aktuelle forstliche Themen sowie das Fachsimpeln konnte jede/r ihre/seine Fertigkeiten deutlich verbessern. Vielen Dank für die gelungene Veranstaltung an die drei Organisatoren Olaf Ikenmeyer, Ralf Neuheuser und Christof Knoche! DV

 


Bezirksgruppenversammlung und Wechsel im Vorstand

BDF NRW Hochsauerland-Soest Wechsel in der Bezirksgruppe
Abschied mit Präsentübergabe (v.l.): Ralf Neuheuser, Volkhard Kunst, Olaf Ikenmeyer, Christof Knoche © Olaf Ikenmeyer

April 2019

Am 12. April 2019 konnte der stellvertretende Vorsitzende Ralf Neuheuser 26 Mitglieder der BDF Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest zur Jahresversammlung im I.D.E.E. in Olsberg begrüßen.

 

Eingangs wurde des am 17.08.2018 verstorbenen Kollegen Peter Kroll gedacht. Herr Kroll war fast 40 Jahre BDF-Mitglied und leitete bis zu seinem tragischen Tod das staatliche Revier Glindfeld.

Nach den Vereinsregularien um Kassenprüfung und Vorstandsentlastung berichtete Ralf Neuheuser von der Personalratsarbeit bei Wald und Holz NRW. Im vergangenen Jahr war der Personalrat schwerpunktmäßig mit der Stellenbewertung, der aktuellen Beurteilungsrunde, Beförderungsmöglichkeiten in den kommenden drei Jahren und natürlich der Bewältigung der grassierenden Borkenkäferkalamität befasst.

 

Auch unser Landesvorsitzender Fred-Josef Hansen Herr Hansen berichtete den Mitgliedern über die Arbeit im vergangenen Jahr. Schwerpunkte waren hier: Kartellverfahren (BGH Urteil). Einstellung der Holzvermarktung für Privatwaldbesitzer durch Wald und Holz NRW, Zukunft der Betreuung des Privatwaldes in NRW, Auswirkung der direkten Förderung, Verfahren nach De-Minimis, Tarifverträge für Beschäftigte im privaten Bereich und Bewältigung der Borkenkäferkalamität. Er betonte, den Anspruch des BDF Interessenvertretung für ALLE Forstleute zu sein. Also neben den Beschäftigten bei Bund, Land und Kommunen auch den freiberuflichen und bei forstlichen Dienstleistern angestellten Kollegen. Schließlich standen noch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Nach über 20 Jahren als Vorsitzender scheidet Volkhard Kunst aus dem Vorstand der Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest aus. Als sein Nachfolger wurde Oberforstrat Olaf Ikenmeyer einstimmig gewählt.

 

Die Verabschiedung von Herrn Kunst fand am 14.05.2019 auf der folgenden Vorstandssitzung im Esselbräu in Eslohe statt. Herr Ikenmeyer dankte Herrn Kunst für seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender und überreichte als Zeichen der Anerkennung einen reichlich gefüllten Präsentkorb. Als Forstmann hat Volkhard Kunst einen ganzheitlichen Blick auf den Wald und pflegt intensiv die Kontakte zum Staats-, Privat- und Kommunalwald. In vielfältigen ehrenamtlichen Funktionen ist seine Fachkompetenz auch weiterhin gefragt. Über den Tellerrand zu blicken und sich mit den Herausforderungen der Zukunft auseinanderzusetzen ist für den in Brilon Geborenen stets ein besonders wichtiger Teil bei seiner Arbeit beim BDF gewesen. Eine ökologische Forstwirtschaft ist für ihn Herzensangelegenheit und nicht nur berufliche Pflicht. Während seiner langjährigen Tätigkeit als Vorsitzender war er uns ein stets zuverlässiger, absolut loyaler, ausgesprochen hilfsbereiter und sehr engagierter Kollege. In seinen Abschiedsworten bedankte sich Volkhard Kunst noch einmal bei seinen Kolleginnen und Kollegen für die langjährige und gute Zusammenarbeit und sieht den BDF auf einen guten Weg. „Mir hat die Arbeit als Bezirksgruppenvorsitzender immer Freude gemacht.“

 

Niemals geht man so ganz! Auch in Zukunft wir die Bezirksgruppe nicht auf die Mitarbeit von Volkhard Kunst verzichten müssen. Die von ihm mitorganisierte Exkursion nach Slowenien Mitte Mai 2016 ist uns allen in bleibender Erinnerung geblieben! Er hat sich bereit erklärt, die Planung und Durchführung einer mehrtägigen Fachexkursion ins Baltikum für die Bezirksgruppe anzugehen.

Wir wünschen Volkhard für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf die nächste gemeinsame Reise. Olaf Ikenmeyer


BDF-Fachexkursion in den Pfälzerwald

Stationen der BDF-Fachexkursion Pfälzerwald 22.08. - 26.08.2018 © Moritz Volkmann
Stationen der BDF-Fachexkursion Pfälzerwald 22.08. - 26.08.2018 © Moritz Volkmann

Am 22. August 2018 startete die Bezirksgruppe Hochsauerland-Soest mit 18 Teilnehmern und -innen zur fünftägigen BDF-Fachexkursion in den schönen Pfälzerwald. Erste Station war die malerische Gemeinde Rumbach im Wasgau, wo uns der engagierte Ortsbürgermeister und Staatswaldförster Ralf Weber begrüßte. Rumbach stellt mit seinen knapp 480 Einwohnern eine kleine aber sehr aktive Gemeinde dar, was eine Reihe von Auszeichnungen wie die Silbermedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, der dritte Platz im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ oder der Sonderpreis für die Innenentwicklung eindrücklich belegen. Darüber hinaus ist Rumbach aufgrund seiner gut erhaltenen Fachwerkhäuser und seinem vielfältigen Freizeitangebot ein beliebtes Ausflugsziel. Im dazugehörigen Gemeindewald schilderte uns Herr Weber die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Weißtannensaat. Hierbei konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass die Saat eine geeignete Methode darstellt, diese interessante Baumart einzubringen. Zwingende Voraussetzung hierfür ist aber ein wirksamer Verbissschutz, welcher hier in Form einer Einzäunung vorlag. Zum Abschluss ging es steil bergauf, dabei erklommen wir die Burgruine Wegelnburg und genossen einen atemberaubenden Ausblick über den Pfälzerwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands.

 

Am Donnerstag empfing uns Michael Grünfelder, der Leiter des Forstamtes Hinterweidenthal. Zusammen erstiegen wir die 164 Stufen des Luitpoldturmes. Dort stellte Herr Grünfelder uns das Forstamt vor und ging auf die Historie der Region ein, welche lange Zeit unter bayerischer Obrigkeit stand. Neben der Vergangenheit wurde auch die derzeitige forstpolitische Entwicklung in Rheinland-Pfalz erläutert. Auf der anschließenden Wanderung durch das Biosphärenreservat, inklusive Kernzone, wurden Aspekte des Prozessschutzes, der Verkehrssicherung und Rückbau der Erschließung angesprochen und intensiv diskutiert. Nachmittags überschritt die Reisegruppe die lothringische Grenze um mithilfe einer Audioführung mehr über die bewegte Geschichte der historischen Festung Bitsch (frz. Bitche) zu erfahren.

© Moritz Volkmann
© Moritz Volkmann

Zur Station am Freitag begrüßten uns der Leiter des Forstamtes Johanniskreuz, Burkhard Steckel und der Revierleiter Hans-Peter Rauch. An mehreren Exkursionspunkten ging es vor allem um die weit zurückreichende Geschichte der Eichenbewirtschaftung im Forstamt. Wir besichtigten stattliche Eichen aus der napoleonischen Zeit, mitunter über 300 Jahre alt, und Eichen aus der sogenannten späteren bayerischen Zeit. Dabei wurde näher auf die Holzverwendung als Messerfurnier und Fassbau eingegangen. Weiterhin konnten wir uns davon überzeugen, wie anspruchsvoll sich die Verjüngung der Eichenbestände darstellt, zumal sich der überwiegende Anteil der Standorte im Forstamt im Buchenoptimum befindet. Klassisch wird hierbei vor allem auf Vollmasten gesetzt, wobei zur Verjüngung auf Zäunung und Schirmschläge zurückgegriffen wird. Nachmittags nahm die Gruppe die Gelegenheit wahr, in Zweibrücken die Konversion von ehemaliger militärischer Liegenschaft zu besichtigen. Abends erlebten wir in Glashütte einen geselligen Pfälzerabend mit Saumagen und Leberknödeln bei musikalischer Begleitung. Anschließend erfuhren wir im Rahmen einer originellen Weinprobe mehr zur Geschichte, Kultur und Besonderheiten der Region und deren Bewohner.

Waldbaulicher Höhepunkt der Exkursion war am Samstag unser Besuch bei Ministerialrat Georg Josef Wilhelm in Blieskastell, der uns das waldbauliche QD-Konzept näher brachte. Dieses zielt darauf ab, höherpreisiges Wertholz mit möglichst geringen Aufwand zu erzielen. Während einer spannenden Exkursion durch den dortigen Kommunalwald wurden uns die beiden Stufen der Qualifizierungs- und Dimensionierungsphase vorgestellt. Innerhalb der ersten Phase wird v. A. eine hohe Konkurrenzsituation ausgenutzt, um ein möglich astfreies Stammstück zu erziehen. Sobald dieses astfreie Stammstück 25 % der zu erwartenden Endhöhe des Baumes entspricht wird in der anschließenden Dimensionierungsphase durch langfristige und konsequente Freistellung die Konkurrenz durch mögliche Bedränger möglichst gering gehalten. Somit können im Vergleich zu klassisch hochdurchforsteten Beständen stärkere Durchmesser innerhalb kürzerer Zeit erzogen werden, wobei die Anzahl der Z-Bäume (sog. Supervitale), mit 20 bis 40 Bäumen je ha, verhältnismäßig gering ausfällt. Die Exkursionsgruppe bestaunte die bisherigen Ergebnisse des QD-Konzeptes, welches als Grundprinzip eine gedankliche Verbindung aus der französischen Mittelwaldbewirtschaftung und der preußischen Hochdurchforstung darstellt. Die besonderen Eindrücke des Tages ließen wir auf dem Salztripplerfest in Rumbach in geselliger Runde ausklingen.

Die 18-köpfige Reisegruppe der BDF-Fachexkursion in den Pfälzerwald, Glashütte (Lemberg) © Moritz Volkmann
Die 18-köpfige Reisegruppe der BDF-Fachexkursion in den Pfälzerwald, Glashütte (Lemberg) © Moritz Volkmann

Am letzten Tag unserer Exkursion besuchten wir nach dem Gottesdienst einen Krämermarkt mit Trecker- und Oldtimertreffen in Rumbach, dem Ausgangspunkt unserer Reise. Äußerst zufrieden und mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck traten wir unsere Rückreise an. Der Pfälzerwald hat uns mit seiner einzigartigen Landschaft, seinen kulturellen Besonderheiten und der lebensfrohen und gastfreundlichen Mentalität seiner Bevölkerung zutiefst beeindruckt. Für die gelungene Reise möchten wir den Organisatoren und allen unseren Gastgebern unseren herzlichen Dank aussprechen und freuen uns bereits auf weitere gelungene BDF-Exkursionen; In diesem Sinne „Zum Wohl die Pfalz.“  BG HSK-SO


Bezirksgruppenversammlung in Olsberg

Volkhard Kunst dankt Dr. Günter Kathol für seinen Vortrag © Volkhard Kunst
Volkhard Kunst dankt Dr. Günter Kathol für seinen Vortrag © Volkhard Kunst

Nach einem gemeinsamen Frühstück konnte Volkhard Kunst am 2. März 2018 rund 30 Mitglieder begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Abteilungsdirektor i. R. Dr. Günter Kathol, der eigens aus Münster angereist war, um einen Vortrag über die Entwicklung der Forstverwaltung in NRW zu halten. In seinem Kurzvortrag gab Dr. Kathol eine persönliche Einschätzung zur Lage der Waldbauern in NRW im Nachgang zum Kartellverfahren ab – sowohl als ehemaliger Forstbeamter als auch als Vorsitzender einer der größten Forstbetriebsgemeinschaften im Hochsauerland.

 

Nach den Regularien folgte ein ausführlicher Bericht aus der Personalratsarbeit bei Wald und Holz. Angesprochen wurden die neuen Dienstvereinbarungen Sucht, elektronisches Fahrtenbuch, Mehrarbeit, Auswahlverfahren und Forstwirte sowie die geplante DV Dienstpostenbewertung. In 2018 steht übrigens wieder die turnusgemäße Beurteilung der Beamteten an. Ein weiteres Thema waren die Regelungen zu Nebentätigkeiten, die auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst immer beim Betrieb anzuzeigen sind. Dem Betrieb stehen künftig sechs Soziale AnsprechpartnerInnen zur Verfügung.

 

Für die Erlangung des Schiessnachweises bietet die Bezirksgruppe wieder einen Termin am 27.4. im Schießkino Marsberg an.

 

Einige Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue zum BDF geehrt, wobei Fritz Vetter, Ferdi Drescher und Henning Neumann ihre Ehrung persönlich entgegennahmen. Besonders geehrt wurde Herbert Volkmer, früher Stadtförster in Schmallenberg, für 60 Jahre Mitgliedschaft.

 

Der Vortrag von Dr. Günter Kathol,  „Forstliche Entwicklung  im Privatwald von Preußen und NRW 1815-2018“, beleuchtete die Geschichte der Waldbetreuung unterschiedlicher Besitzarten. Er versuchte im Vortrag zu ergründen, wie es zu der heutigen Situation, die eine Zerschlagung der Gemeinwohlleistung der forstlichen Betreuung des Kleinprivatwaldes bedeutet,  durch einen Kartellamtsbeschluss kommen konnte. Es folgte eine rege Diskussion auf den Vortrag, die die persönliche Betroffenheit und das unverständliche Umgehen der Politik noch einmal thematisierte. Mit einem Präsentkorb gefüllt mit Sauerländer Erzeugnissen aus den heimischen Wurstmanufakturen und einem guten Rotspon italienischer Provenienz bedankte sich die Bezirksgruppe bei Dr. Kathol und wünschte eine gute Hand bei seinem Einsatz, in der Region eine eigenständige private Holzvermarktung aufzubauen.

 

Die Versammlung endete dann mit einem gemeinsamen Mittagessen, wo noch intensiv weiter diskutiert wurde. Die für den Nachmittag geplante Exkursion in die Forstbetriebsgemeinschaft Bestwig wurde aufgrund der Eisglätte auf den Waldwegen in den Sommer verschoben. VK