Herzlich Willkommen beim Bund Deutscher Forstleute NRW


Der BDF NRW hat sich entschlossen, eine eigene Facebookseite einzurichten. Wir wollen sie als Plattform nutzen, um uns gegenseitig über aktuelle forstpolitische Fragen zu informieren und auszutauschen. Aber auch interessante Meldungen rund um den Wald gehören hier hin.

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Forstliche Veranstaltungen und Fachseminare

68. Forstvereinstagung

17.-21.5.2017

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Forststudium - und dann?

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Nicht alles auf Anfang - Agenda für 2017 in NRW

Februar 2017

Die Zeit der Neujahrsgrüße und meist guten, aber häufig zum Scheitern verurteilten Vorsätze ist im Februar eines noch relativ frischen Jahres definitiv vorbei. Der Alltag kehrt ein, die Handlungsfelder schärfen sich, die Menschen erwarten Aktion statt Ankündigung.

Der Januar begann mit dem Sturmtief „Axel“ und weckte sowohl mit dem Wetter als auch mit diversen Veranstaltungen zehn Jahre nach dem Sturm „Kyrill“ Erinnerungen an die Erlebnisse während der Katastrophennacht und in der Zeit danach. Je nach Temperament und Gemütslage konnte ausgewählt werden zwischen Radio- oder Fernsehbeiträgen, künstlerischer Aufarbeitung, Druckerzeugnissen, Gottesdiensten oder anderen Sinn stiftenden Ideen zur Aufbereitung. Manch Forstbeflissener wird sich auch vor Ort im Wald eine stille Stunde gegönnt und auf seine oder ihre eigene Art an dieses einschneidende, furchtbare, beeindruckende, prägende Ereignis gedacht haben.

Der gefühlte Gegenwind aus Richtung des Bundeskartellamtes flaute nach der Änderung des Bundeswaldgesetzes zwischenzeitlich etwas ab; die durch ständige, meist postfaktische  Strukturdiskussionen verunsicherten Belegschaften von Wald und Holz, aber auch in Kommunen und Dienstleistungsbetrieben erwarten nunmehr transparente, verlässliche und nach vorne gerichtete Überlegungen zur weiteren Arbeit in den jeweiligen Aufgabengebieten. Auf den Lorbeeren der maßgeblich durch die BDF-Vertreter erwirkten Kompromisse zum Bundeswaldgesetz können wir uns nun nicht ausruhen,  Umsetzung und Ausgestaltung rufen!

Angesichts der Landtagswahl zu Muttertag im Mai steht zu befürchten, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltungen von der üblichen Wahllähme befallen werden – geredet wird viel, versprochen auch, konkretes Handeln gilt jedoch als unpopulär, will man sich doch im Endspurt keine (neuen) Feinde machen. Auch in den zukünftigen Landtagsfraktionen nach der Wahl wird der BDF wieder neue, dicke Bretter bohren müssen, da die fachlichen Ansprechpartner sich noch nicht zu erkennen gegeben haben.

Bei Wald und Holz steht eine Vielzahl von wichtigen Sujets zur Bearbeitung und Entscheidung an. Eines der neuralgischen Themen, die Dienstpostenbewertungen, hat im Zuge der Beförderungsrunde Ende 2016 für Furore gesorgt. Das Nebeneinander von bewerteten und unbewerteten Dienstposten im gehobenen Dienst und die damit verbundenen unterschiedlichen Beförderungsmöglichkeiten spaltete die Beschäftigten und führte zu Frustration und Missstimmung. Die ausstehenden Dienstpostenbewertungen im Innendienst der Forstämter und in der Zentrale müssen dringend erfolgen, eine vergleichbare Situation darf nicht nochmal entstehen. Struktur und Personalausstattung der Zentrale, das elektronische Fahrtenbuch, die Jagd im Staatswald – mit diesen und anderen brisanten Themen wird man sich zeitnah und abschließend befassen müssen.

Auch in den kommunalen Einrichtungen wehen die frischen Winde von Strukturdiskussionen wie zuletzt am Rande der Personalversammlung des Regionalverbandes Ruhr. Hier kristallisiert sich ein wichtiges Handlungsfeld für den BDF heraus, der damit für die Kolleginnen und Kollegen im Ruhrgebiet deutlich sichtbarer als bisher wird.

UM


Erfolgreiche Tarifverhandlungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Privatforstdienst in NRW

Januar 2017

Der Bund Deutscher Forstleute –Landesverband NRW- (BDF) hatte den allgemeinverbindlichen Gehaltstarifvertrag für die in den Privatforstbetrieben im Lande NRW beschäftigten Forstangestellten vom 09.09.2014 fristgerecht zum 30.06.2016 gekündigt. Nach längeren Terminfindungsschwierigkeiten fanden dann am 24.01.2017 in Werl Tarifverhandlungen statt, die zu einem erfolgreichen Abschluss geführt haben.

Die Tarifkommission des BDF stieg mit einer Forderung von je vier Prozent pro Jahr in die Tarifverhandlungen ein. Das erste Angebot der Arbeitgeberseite mit 2,3 % fürs erste Jahr und 1,7 % für das Folgejahr lag davon weit entfernt.

In mehreren Verhandlungsrunden konnte man sich aber trotz inhaltlich intensiver Diskussionen bald  auf ein gutes Ergebnis einigen über das unsere Mitglieder noch detailliert informiert werden.

Die Verhandlungen fanden in konstruktiver  Atmosphäre statt und das Ergebnis beweist, dass die Arbeitgeberseite erkannt hat, wie wichtig es ist, bewährtes Personal an sich zu binden. Nur bei angemessener Bezahlung werden die  Arbeitgeber -gerade bei den in vielen Betrieben anstehenden Generationswechseln- den Wettbewerb um gute Nachwuchskräfte gewinnen. Gerade im Privatforstdienst mit den vielfältigen Aufgabenbereichen der dort eingesetzten Kolleginnen und Kollegen ist dies besonders wichtig.

Leider fehlte in unseren Reihen das langjährige Mitglied der Tarifkommission Martin Foitzik. Er verstarb im letzten Jahr leider überraschender Weise und viel zu früh.

Richard Nikodem


Teilpersonalversammlung Forst und Umwelt im Regionalverband Ruhr

BDF-Aktuell Dezember 2016

Am 5. Oktober 2016 fand in Essen eine Teilpersonalversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) für das Personal des Dezernates 4 - Umwelt statt. Auf Einladung des Personalrates nahm unser Vorstandsmitglied Norbert Bösken an der mit rund 80 Kolleginnen und Kollegen des RVR besuchten Versammlung teil.

Auslöser der Teilpersonalversammlung war die Verunsicherung in großen Teilen der Belegschaft vor dem Hintergrund einer als intransparent wahrgenommenen Einrichtung von dezernatsübergreifenden Arbeitsgruppen im Vorfeld des von der Verbandsversammlung beschlossenen Evaluierungsauftrages für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Ruhr Grün. Aus nicht näher erläuterten Gründen durfte der Betriebsleiter Ruhr Grün nicht an der Teilpersonalversammlung teilnehmen. Überhaupt war die Abwesenheit der Referats- und Dezernatsleitung sehr befremdlich und die Verwaltungsspitze hat eine wesentliche Chance zur Auflösung der Verunsicherung vertan. Von einer von gegenseitigem Vertrauen getragenen partizipativen Führungskultur, die sich der RVR als eigene Leitlinie auf die Fahne schreibt, ist dieses Verhalten nicht nur aus unserer Sicht Lichtjahre entfernt.

In Abstimmung mit den Personalratsmitgliedern unserer dbb-Gemeinschaftsliste BDF/ KOMBA werden wir die weitere Entwicklung im Evaluationsprozess aufmerksam und konstruktiv als Berufsverband und Gewerkschaft im Sinne unserer BDF-Mitglieder im RVR begleiten.

Von den circa 70.000  Hektar Wald im Bereich des Regionalforstamtes Ruhrgebiet sind rund 23.000 Hektar Kommunalwald. Ergänzend zu den Forstverwaltungen der Ruhrgroßstädte für die Großstadtwälder und des kommunalen Betreuungswaldes des Regionalforstamtes bewirtschaftet Ruhr Grün als größter kommunaler Eigentümer rund 16.000 Hektar verbandseigener Freiflächen, davon 14.500 Hektar Wald im Verbandsgebiet. Das Verbandsgebiet umfasst über den Hoheitsbereich des Regionalforstamtes Ruhrgebiet hinaus auch den Landkreis Wesel (Regionalforstamt Niederrhein), in dem ein großer Teil der Verbandsflächen von Ruhr Grün liegen.

Die größten zusammenhängenden Waldflächen befinden sich in den Naherholungsgebieten des nördlichen Ruhrgebietes (Kirchheller Heide, Üfter Mark, Haard und Hohe Mark). Die übrigen Waldflächen verteilen sich im ganzen Ruhrgebiet und bis Xanten am Niederrhein und werden ergänzend von weiteren Forststützpunkten aus bewirtschaftet. Ruhr Grün beschäftigt aktuell 34 fest eingestellte Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister, 15 Förster und 12 Auszubildende.

Norbert Bösken



 

 


 

 


 


 

Der BDF ist Fachgewerkschaft im
Deutschen Beamtenbund und Tarifunion (DBB)